Zu groß gebaut – Scheuringer Räte sind auf Landwirt sauer

Man hat es einigen Gemeinderäten angesehen, dass ihnen das Thema sauer aufstößt: Konkret ging es auf der jüngsten Ratssitzung um eine Lagerhalle, die bei einem Aussiedlerhof in Richtung Winkl steht. Sie wurde wesentlich größer gebaut, als geplant und erst im Nachhinein sollten die Räte das Projekt abnicken.

Allerdings verweigerten die Ratsmitglieder dem Landwirt mit 8:4-Stimmen das gemeindliche Einvernehmen. „Das ist eine erhebliche Veränderung, der Bauherr hätte den Tekturplan vorher erstellen müssen“, war etwa die Meinung von Thomas Klarer. Noch mehr Kopfschütteln gab es, als Bürgermeister Manfred Menhard erklärte, dass der fertige Bauplan inklusive der Veränderungen bereits Ende Juli vorlag. „Zu diesem Zeitpunkt hatte man noch gar nicht mit dem Bau begonnen.“ Die Lagerhalle war schon einmal von der Gemeinde genehmigt worden. Und zwar mit 48 Metern Länge, 18 Metern Breite und einer gleichmäßigen Dachneigung. Nun steht die fertige Halle mit 60 Metern Länge, knapp 20 Metern Breite und zwei verschiedenen Dachneigungen da. Außerdem wurde sie zwei Meter höher, als angenommen. „Wir wurden da vor vollendete Tatsachen gestellt. Ich weiß nicht, ob das rechtlich in Ordnung ist“, grantelte Menhard auf der Sitzung. Gemeinderat Udo Herb forderte „ein Zeichen zu setzen, im Umgang miteinander“. Und so geschah es denn auch: Das Gremium setzte mit seiner Abstimmung ein deutliches Zeichen, auch wenn Rudolf Aumiller vermutet, dass „das Landratsamt das nicht erteilte gemeindliche Einvernehmen ersetzen wird.“

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