Große Investitionen in Kinsau

Enorme Investitionen hat sich die Gemeinde Kinsau heuer vorgenommen: vor allem in die Entwässerung investiert die Kommune kräftig. Außerdem leistet sich Kinsau eine Hackschnitzelheizung zum Beheizen von Mehrzweckhalle und Schule. Dies sieht der Haushalt für das Jahr 2009 vor.

Der Verwaltungshaushalt schließt insgesamt mit 1,21 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit 1,48 Millionen Euro. Für Entwässerungsmaßnahmen will die Gemeinde heuer 685000 Euro ausgeben. Der größte Teil fließt in die Entwässerung der Epfacher und der Hohenfurcher Straße und in das Sickerbecken in der Epfacher Straße. Der Rest ist für die Straßenentwässerung in der Herzogstraße vorgesehen. 130000 Euro stehen für Hochbaumaßnahmen an der Turnhalle bereit: Dort soll eine Hackschnitzelheizung eingebaut werden, und zudem soll eine Lagerhalle für die Hackschnitzel entstehen. Die Anlage kommt in den Keller der Mehrzweckhalle und wird über eine Fernwärmeleitung mit dem Heizungssystem der Schule verbunden. Damit sollen die Mehrzweckhalle samt Anbau für Musiker und Schützen und die Schule beheizt werden. Für die neue Druckerhöhungsanlage im Hochbehälter, die bereits eingebaut ist, sind 36000-Euro-Haushaltsmittel vorgesehen. Trotz der hohen Investitionen wird die Gemeinde Kinsau heuer ohne Kreditaufnahme auskommen. Die geplanten Maßnahmen können nämlich gänzlich aus der allgemeinen Rücklage finanziert werden, aus der in diesem Jahr 1,34 Millionen Euro entnommen werden müssen. Im Gemeindehaushalt schlagen aber nicht nur die Investitionen zu Buche, sondern vor allem auch die Tatsache, dass die Gemeinde im Jahr 2007 verhältnismäßig gute Einnahmen hatte und dafür jetzt im Jahr 2009 ordentlich zur Kasse gebeten wird. So ist die Kreisumlage auf stolze 484617 Euro angestiegen. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 mussten nur rund 297000 Euro an Kreisumlage bezahlt werden. Auf der anderen Seite bekommt Kinsau wesentlich weniger Schlüsselzuweisungen als im Vorjahr: Lediglich 17964 Euro gibt es heuer noch – das sind rund 236000 Euro weniger als in 2008. „Solche Summen können wir durch keinerlei Einsparmaßnahmen wieder wettmachen“, stellte Bürgermeister Hermann Reinhard gegenüber dem KREISBOTEN fest. Hinzu kommt, dass die Gemeinde in diesem Jahr eine Überbrückungsbeihilfe von 50000 Euro zurückzahlen muss. Alles in allem bleibt es der Kinsau 2009 nicht erspart, eine Zuführung vom Vermögenshaushalt in den Verwaltungshaushalt vorzunehmen – und zwar in Höhe von 89.560 Euro. An Gewerbesteuereinnahmen erwartet Kinsau heuer rund 300000 Euro, am Gemeindeanteil an der Einkommensteuer rund 402.050 Euro. Für die Gewerbesteuerumlage sind Ausgaben in Höhe von 63000 Euro einkalkuliert und für die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Reichling 61110 Euro. Die Schulden der Gemeinde sollen sich bis Ende diesen Jahres auf 169000 Euro verringern. An Rücklagen werden der Kommune zum Jahresende laut Haushaltsplan noch 362061 Euro zur Verfügung stehen.

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