Von Barock bis Rock

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Magdalena Fißl und Emilia Andresen begeisterten das Publikum mit Bach.

Dießen – Beim Kammerkonzert des Ammersee-Gymnasiums standen nicht die großen Ensembles im Mittelpunkt, sondern es präsentierten sich Schüler von der 5. bis zur 12. Klasse solistisch, was sicher einigen Mut erforderte: Knapp 30 junge Musiker stellten sich dieser Herausforderung.

Dem Publikum bot sich ein ebenso hochkarätiges wie vielfältiges Programm, mit „besonderen Stücken, besonderen Instrumenten und besonderen Ensembles“, wie Musiklehrerin Anette Maas ankündigte, die mit ihrem Kollegen Hans Gruber durchs Programm führte. Den Anfang machte ein Celloquintett, bestehend aus drei Neuntklässlerinnen (Maria-Theresa Fißl, Marlena Wilkes und Sophia Kreller), Zehntklässler Ferdinand Popp und dem Cellolehrer Rudolf Kuhn. Samtig im Sound, schmissig im Rhythmus, so gaben die Fünf „Mein kleiner grüner Kaktus“ zum Besten. 

Weiter ging es mit der Allerjüngsten des Abends, Fünft- klässlerin Louisa Gurland, die tadellos und temposicher einen Satz aus der Blockflötensonate von Bigaglia spielte, begleitet von Annette Maas am Spinett. Es folgten Jakob Albrecht, 7C, und Alexander Metzger, 7D, mit drei beherzt vorgetragenen Duos für Klarinette und Trompete, Neuntklässler Cedric Arnold mit einer beeindrucken- den Eigenkomposition auf dem Klavier und Hannah Langnau, 10A, im Querflötenduett mit Musiklehrer Lothar Ringmayr. 

Im Anschluss bekam Dorian Dausacker für sein mit dem Horn makellos sauber intoniertes „Greensleeves“ viel Applaus. Für den dann folgenden Programmpunkt konnte Rudolf Winter die beiden Oberstufenschüler Marc Henrici, Q11, und Max Ulreich, Q12, motivieren, sich doch einmal an barocker Lautenmusik zu versuchen. Danach haute Kammerkonzert-Routinier David Rathke, 10A, einen Boogie in die Klaviertasten. Zehntklässlerin Lara Duca hatte dieses Mal den Gitarristen Christian Vogel, 10D, zur Seite. Gemeinsam sangen sie „It’s a good life“ von Rea Garvey. Nach der Pause jagte dann ein Highlight das andere: Léon Postel, 9D, trug mit Jahrgangskollegin Josephine Linden einen Vivaldi-Satz für zwei Geigen vor. 

Es folgte ein weiteres Novum: Erstmals bei einem Kammerkonzert war ein Fagott zu hören, gespielt von Zehntklässler Timm Kornelius, der mit seiner Schwester Hannah, Q12, sehr engagiert zwei Sätze aus einer Parcham-Sonate vortrug. Jakob Mühleisen, 8C, begeisterte mit Gitarre und Gesang gemeinsam mit Maxi Aldinger, 8B. Rock wurde dann abgelöst von Romantik: Maria-Theresa Fißl und Maria-Lisa Ginter, beide 9C, musizierten das Nocturne von Tschaikowsky für Cello und Klavier so wunderschön, dass es ganz still im Saal wurde. 

Nach Neesha Albrecht, 10A, die „I feel pretty“ aus der West Side Story sang, spielten die Jugend-musiziert-Profis Magdalena Fißl, Q11, und Emilia Andresen, 10C, den langsamen Satz aus dem Bach-Doppelkonzert so musikalisch und einfühlsam, wie man es selten hört. Den fulminanten Schlusspunkt setzte das Klarinettenquartett Timea Odinius, Q11, Mehran Khagani, Q12, Musiklehrer Lothar Ringmayr und Spanischkollege Dr. Johannes Hauck mit einem Haydn-Divertimento und einer lustigen Polka von James Rae.

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