Der Fuhrpark wird aufgerüstet

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Kauferings Feuerwehr hat nun einen verbindlichen Feuerwehrbedarfsplan, der auch die Neubeschaffung von Fahrzeugen festlegt.

Kaufering – Die Marktgemeinde hat sich in der der vergangenen Woche einen verbindlichen Feuerwehrbedarfsplan verordnet. Dieser legt fest, welche Maßnahmen, Beschaffungen oder Aktivitäten in welchen Zeitrahmen fällig werden. Nach wie vor nicht beantwortet ist die Frage eines neuen Gebäudes.

Der Plan beruht auf einem Konzept, das von der Bonner Firma Forplan entwickelt und bereits in der Oktobersitzung des Gemeinderates ausführlich diskutiert worden war. Nicht zuletzt weicht bei der Fahrzeugbeschaffung das nun beschlossene Konzept von der Bedarfsempfehlung aufgrund der Risikoanalyse des Landkreises ab (der KREISBOTE berichtete). „Unsere Feuerwehr befindet sich auf einem sehr hohen Niveau, wir können stolz darauf sein“, lobte Bürgermeister Erich Püttner in Richtung Kommandant Markus Rietig, der sich unter den wenigen Zuhörern befand.

Nicht entschieden ist weiterhin die Frage, ob man das bestehende Gebäude der Feuerwehr sanieren oder gleich einen Neubau anstreben soll. Der Forplan-Gutachter wollte sich im Oktober zunächst um eine Antwort drücken. Auf ausdrückliche Nachfrage hatte sich Patrik Habeth damals dann festgelegt. „Ich tendiere zu 60 Prozent, den jetzigen Standort aufzugeben“. Als Alternativen wurden drei neue Standorte genannt, die eventuell in Frage kämen: Bei der Realschule, beim Heizkraftwerk oder am Kreisverkehr bei Edeka (Containerplatz).

In Kenntnis der Spannungen zwischen Freiwilliger Feuerwehr und Marktgemeinderat hatte der Gutachter die Empfehlung abgegeben, einen weiteren externen Gutachter bzw. Architekten mit einer Prüfung zu beauftragen, der keinen Bezug zu Kaufering hat. Rathauschef Erich Püttner sagte, schon im Januar oder Februar solle die Begutachtung stattfinden. Bei den Fahrzeugen sieht der Bedarfsplan die Ausschreibung (2016) und Beschaffung (2017) eines Löschfahrzeuges vom Typ LF10 vor. Der Landkreis hatte die Anschaffung des größeren LF20 vorgeschlagen. Zur selben Zeit soll es dann auch einen neuen Kommandowagen geben. Im Zeitraum 2022/2023 wäre die Ersatzbeschaffung eines Tanklöschfahrzeuges TLF24/50 fällig. Die aktuellen Neuanschaffungen müssen in den Haushalt aufgenommen werden. Große Diskussionen gab es im Marktgemeinderat dann nicht mehr.

Ratsmitglied Hans-Jörg Pilz fand den Begriff „verbindlich“ nicht gut. Er hätte gerne eine „lockere Formulierung“ gehabt. Sein Vorschlag war „der Feuerwehrbedarfsplan solle als Planungsgrundlage dienen“. UBV-Rat Sascha Kenzler machte klar, dass wir mit der Zustimmung unserer Feuerwehr zeigen, dass wir hinter ihr stehen. So sah es dann auch die große Mehrheit im Marktgemeinderat, die den Plan mit 20:2 verbindlich annahm.

Siegfried Spörer

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