"Großes Defizit in Kaufering"

Vier Bewerber um die Nachfolge von Kauferings Bürgermeister Dr. Klaus Bühler wird es geben. Die erste Kandidatin schickt die GAL ins Rennen: Gabriele Triebel. Foto: Kruse

Die erste offizielle Kandidatin für die Nachfolge von Kauferings Bürgermeister Dr. Klaus Bühler heißt Gabriele Triebel. Der CSU-Vorstand hat zwar bereits intern Stefan Puchmayr benannt, bei der Aufstellungsversammlung war die GAL nun aber schneller. Die UBV wird ihren Bewerber für die Wahl am 27. Dezember küren, die SPD am 13. Januar. Triebel, die einstimmig gewählt wurde, wirbt für einen offeneren Umgang mit den Bürgern.

Die 51-jährige Sportlehrerin, deren „Wurzeln väterlicherseits in Kaufering-Dorf liegen“, will „weg vom Lagerdenken und von den Polarisierungen. Kaufering braucht ein neues Miteinander.“ Wahlkampf wollte Gabriele Triebel, noch nicht betreiben. „Die Fraktionen haben vereinbart, damit erst im Januar anzufangen.“ Einige „Ideen“ formuliert sie aber schon jetzt. So will sie den Kauferingern „auf Augenhöhe“ begegnen und sie stärker als bisher an politischen Entscheidungen beteiligen. Ihr Vorbild ist dabei der SPD-Bürgermeister von Weyarn, Michael Pelzer. „So wie der das institutionalisiert hat, ist das schon vorbildlich.“ Auch Uttings Bürgermeister Josef Lutzenberger war zur Unterstützung gekommen. „Ich stehe für das „AL“ in GAL, ich bin kein Grüner“, schickte er seiner kurzen Ansprache voraus. „Ich auch nicht“, stellte Triebel klar. Nach einem Rat für Triebel gefragt, meinte Lutzenberger: „Immer beim Bürger bleiben und hundertprozentige Transparenz. Wenn man das einhält, kann man auch einmal eine Meinung haben, die nicht jedem gefällt, sie wird dann aber respektiert.“ Mit dieser Einstellung möchte auch Gabriele Triebel die Wahl angehen, vor allem, was ein anderes großes Problemfeld in Kaufering angeht: „Ohne Moos nix los. Kaufering hat ein sehr großes Defizit. Es ist eine ganz vordringliche Aufgabe, das zu beheben.“ Die Unterstützung der GAL hat sie dabei. „Wir haben in den vergangenen Jahren nicht immer jemand zur Wahl gestellt. Diesmal glauben wir, dass wir ganz gute Chancen haben“, meinte Ortsvorstand Wolfgang Haberecht. „Gabriele Triebel bekommt jetzt die Chance, ihre Inhalte auch umzusetzen.“ Dass die Gemeinderätin manchmal auch unbequem sein kann, räumt sie freiweg ein: „Ihr kennt mich und wisst, auf was ihr euch einlasst, wenn ihr mich wählt.“

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