Großes Interesse am Einkaufszentrum

103 Bürger, deutlich mehr als im vergangenen Jahr, haben sich am Mittwoch zur Bürgerversammlung 2009 im Saal des Gasthofs Roming versammelt. Ein Grund für das große Interesse war das geplante „Einkaufszentrum“, das am Orts- eingang an der Kaagangerstraße, gegenüber vom Feuerwehrhaus, entstehen soll.

Zu diesem Thema konnte Bürgermeister Siegfried Luge (CSU) mit einer Neuigkeit aufwarten, die mit Applaus bedacht wurde: Demnach konnte die Gemeinde vor wenigen Tagen einen Ansiedlungsvertrag mit Rewe unterzeichnen. Der Vollsortimenter möchte in Eching auf 800 Quadratmetern Verkaufsfläche 18000 Produkte anbieten. Zum Sortiment gehören neben Milchprodukten, Wurst, Fleisch sowie frischem Obst, Salat und Gemüse auch Produkte aus der heimischen Region. Die Vorkassenzone soll an eine externe Bäckerei verpachtet werden, die dort auch ein Café als „Treffpunkt für Jung und Alt“ betreiben kann. Weitere 800 Quadratmeter werden für Lager- und Nebenräume benötigt. Es sei mit einem Zweckbau modernster Art zu rechnen, betonte der Bürgermeister, der die Verkaufsfläche in Form eines virtuellen „Marktrundgangs“ auf der Leinwand vorstellte. In unmittelbarer Nähe der Rewe-Filiale zur Windach hin, soll außerdem ein kleiner Fachmarkt (3500 Quadratmeter) entstehen. Hier hofft man auf die Ansiedlung eines Drogeriemarkte oder einer Apotheke sowie Arztpraxen. So entstünden Arbeits- und Ausbildungsplätze, freute sich das Gemeindeoberhaupt, und die Gewerbesteuer bleibe im Ort. Südlich der Rewe-Filiale sind 130 Parkplätze vorgesehen. Mit Baubeginn ist voraussichtlich im Herbst, mit der Eröffnung zum Jahresbeginn 2010 zu rechnen. Entwickelt wurde das Baugebiet gemeinsam mit einem Investor, mit dem die Gemeinde einen städtebaulichen Vertrag geschlossen hat und in dessen Besitz das 1,2 Hektar große Grundstück ist. Mit dem städtebaulichen Vertrag sei auch die Verpflichtung verbunden, nur „Gewerbe zur Nahversorgung“ aufzunehmen. „Durch diesen Vertrag und den Bebauungsplan haben wir die Hand drauf“, betonte der Bürgermeister. Abschließend musste sich Luge noch mit einer kritischen Anfrage zum potentiellen Verkehrsaufkommen auseinander setzen, dass durch das neue Einkaufszentrum eventuell steigen könne: Mit Kleinkindern koste es schon jetzt Nerven, den Kreisverkehr von Süden kommend bis zum Feuerwehrhaus zu passieren, meinte ein junger Vater. Wie Luge betonte, gibt es derzeit wöchentlich 38000 Fahrzeugbewegungen auf der Kaaganger- straße im Bereich des zukünftigen Einkaufszentrums. Es sei geplant, diesen Verkehr abzuschöpfen, mit einem dramatischen Anstieg des Verkehrsaufkommens sei seiner Ansicht nach aber nicht zu rechnen. Bushaltestelle und Gehweg Die westliche Zufahrt des Kreisverkehrs sei bereits mit einer Fußgängerampel gesichert, was an einer Staatsstraße eher ungewöhnlich sei. Vor dem Einkaufszentrum werde eine Bushaltestelle und ein weiterer Gehweg bis zur Windachbrücke gebaut.

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