Großes Kämpferherz

In den Partien um den eigentlich nicht eingeplanten Bayernaufstieg gegen den Höchstadter EC spielten die Riverkings, hier Dominik Thebing beim 3:3, mit viel Einsatz. Doch am Ende reichte es mit einer 4:10 und 2:7-Niederlage nicht ganz. Fotos: Krivec

Die „Alligators“ waren eine Nummer zu groß für die „Riverkings“. Nach zwei Spielen um den Bayernliga-Aufstieg musste sich die Rumpftruppe des HC Landsberg dem Höchstadter EC erwartungsgemäß mit 4:10 und 2:7 geschlagen geben. Während die Franken damit aufgestiegen sind, müssen die Landsberger am kommenden Freitag (20 Uhr) zuhause und am Sonntag in Bad Tölz zum endgültigen Saisonabschluss noch zweimal um Platz drei in den Play-Offs ran.

Obwohl klar war, dass ein Bayernliga-Abenteuer für den HCL schon aus finanziellen Gründen zu früh käme, ließen sich die Landsberger Fans die Party nicht verderben. Mit 834 Zuschauern fanden noch einmal einige mehr als in der Vorwoche den Weg in die Eishalle. Sie sahen, wie die Gastgeber gegen die mit Halbprofis gespickte Mannschaft aus Nordbayern zunächst gut mithielt, obwohl wegen Urlaubs und aus beruflichen Gründen bereits viele Riverkings auf dem Eis fehlten. Noch dazu konnte Alexander Endres mit zwei angebrochenen Rippen nur zuschauen, später war auch für Kapitän Markus Haschka (Rippenprellung) die Saison vorzeitig beendet. Mit viel Einsatz und Leidenschaft zog man sich gegen den technisch und läuferisch starken Gegner zunächst gut aus der Affäre und ging bis zur 30. Minute überraschend sogar mit 4:3 in Führung. Dann allerdings gab man sich defensiv kurz etwas leichtsinnig, was Sikorski, Jun und Co. gnadenlos bestraften. In gut fünf Minuten schlug es fünfmal hinter HCL-Goalie Falkenberger ein, damit war die Partie schon nach dem zweiten Drittel so gut wie entschieden. Am Sonntag stand dann für die Reise nach Franken auch Falkenberger nicht mehr zur Verfügung und was vor Ersatztorhüter Christoph Mayr stand, war eine Mini-Nottruppe. Zehn Feldspieler, darunter fünf Akteure aus der Jugendmannschaft trafen auf Höchstadter, die dann relativ leichtes Spiel hatten. Dennoch zeigten die verbliebenen Landsberger ein großes Kämpferherz. Die wichtigste Erkenntnis aus dem 2:7: Man darf sich schon jetzt darauf freuen, wenn einige dieser Spieler in zwei bis drei Jahren regulär in die erste Mannschaft eingebaut werden können. Im Moment allerdings ist man froh, dass die Saison nach dem kommenden Sonntag zuende ist. Gegen Bad Tölz wird in zwei Partien noch der Platz für einen eventuellen Nachrücker in die Bayernliga ausgespielt und es wird wieder Kreativität gefragt sein, wenn es darum geht, eine Mannschaft zusammenzubringen. „Dass wir diese zwei Spiele noch machen müssen, weil der BEV darauf besteht, ist ein harter Brocken für uns“, sagt Markus Haschka, der für das Wochenende darauf hofft, dass unter anderem die Routiniers Alex Wedl und Markus Rohde noch eine Extraschicht anhängen. Für die Fans gibt es dann auch ein kleines Zuckerl: Am Freitag ist der Eintritt um die Hälfte reduziert.

Meistgelesene Artikel

Alarmstimmung bei der Feuerwehr

Kaufering – Die Freiwillige Feuerwehr der Marktgemeinde hat Nachwuchssorgen. Das war eines der brennenden Themen auf der diesjährigen …
Alarmstimmung bei der Feuerwehr

"Wir wollen Hilfe zurückgeben"

Landsberg – Mal eben den Rasen mähen oder kurz zum Arzt fahren – kein Problem für die Meisten. Alleinstehende oder Senioren stoßen jedoch mit diesen …
"Wir wollen Hilfe zurückgeben"

Breitband, Straßen, Seeanlagen

Dießen – Kaum Anlass zu Rückfragen und Diskussionen hat der Haushaltsplan 2017 gegeben, den Kämmerer Max Steigenberger am Montag erneut im …
Breitband, Straßen, Seeanlagen

Kommentare