Grün und gärtnerisch

Eine „hohe Aufenthaltsqualität“ soll die Brachfläche am früheren „Franky“ neben der Schlossbergschule durch den neuen Schlossgarten bekommen. Animation: Stadt LL

Ein Schlossgarten ist die Antwort auf die Frage, was auf der freien Fläche über den alten Kellergewölben neben der Schlossbergschule ent­stehen soll. Die Stadt lob-te im Januar den studentischen Wettbewerb dazu aus und einigte sich jüngst mit den Fachpreisrichtern der TU München auf die Idee. Schon im April gibt es Vorboten, bis August soll der Schlossgarten laut Pia Becker vom Stadtbauamt fertig werden.

Die Gewinner des Wettbewerbs, unter Verfahrensbetreuung und in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München (TU), hätten die Aufgabe machbar bearbeitet. „Wichtig war uns, dass ein temporärer Aufenthaltsort geschaffen wird“, erklärt Pia Becker. Bis ein langfristiges Nutzungskonzept feststehe, sei das eine gute Zwischenlösung. Den Studenten Maximilian Hartinger und Julia Ulrich sei es gelungen, eine Planung vorzulegen, die die vorgegebenen Kriterien gut umsetzt. „Sie kreierten einen spannungsvollen Wechsel von hoch und niedrig, eng und weit“, lobt Becker. Hauptsächlich soll das Areal „grün und gärtnerisch“ werden: Jutesäcke, mit Sand und Erde befüllt, werden die einzelnen Beete abgrenzen. Die Bepflanzung stellt eine Mischung aus hohen und tiefen Gewächsen dar. „Aus Jutesäcken und Holzplanken werden Bühnen gebaut, die zum Beispiel auch als Sonnendeck genutzt werden können.“ Der Arbeitsaufwand und der finanzielle Aspekt seien erfüllt worden und der Aufbau sei insgesamt gut vorstellbar. „Es wird ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität geschaf­- fen.“ Aufgabe war es, Teams aus mindestens einem Architektur- und einem Landschaftsarchitekturstudenten zu bilden und ein passendes Konzept zu entwerfen. Ein Preisgericht aus Stadträten, Beratern der Stadt und Fachpreisrichtern der TU München einigte sich kürzlich auf den „Schlossgarten“. Kriterien waren die Idee, die Einbindung in das Stadtumfeld und die entwerferische Umsetzung der Arbeit. Die Wirtschaftlichkeit habe außerdem eine Rolle gespielt, ebenso wie die technische und terminliche Umsetzbarkeit. „Auch die Idee eines Vorboten war uns wichtig.“ So werde die gesamte Planung zwar erst im Juli und August durchgesetzt, im April wird aber schon darauf hingewiesen: Die Studenten wollen Gebilde aus Jutesäcken in der Stadt platzieren, etwa am Hauptplatz oder am Bahnhof. Das Konzept werten Hartinger und Ulrich noch persönlich im Bauausschuss im Rahmen einer Preisverleihung vorstellen. Sie dürfen sich schon jetzt über eine Prämie in Höhe von 700 Euro. „Auch an der Schlossbergschule präsentieren sie dann ihre Idee“, sagt Pia Becker. „Die Schüler sollen in die Planungen und Umsetzung miteingebunden werden, etwa in einem Ferienprojekt.“

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