Die mit dem grünen Daumen - Jahresschluss des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Landsberg

Der grüne Daumen wurde am vergangenen Mittwochabend beim Jahresschluss des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Landsberg im Landratsamt nicht verliehen. Doch das war auch nicht nötig, denn das richtige Händchen im Garten ist den Verbandsmitglieder sowieso schon eigen. Für ihr Engagement, zum Beispiel beim Tag der offenen Gartentür oder beim Wettbewerb „Die schönsten Haus- und Hofbäume“ gab es Urkunden, ein kleines Präsent und vor allem die Anerkennung der Vorstandschaft. Neben Einzelpersonen wurden im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ auch drei Dorfgemeinschaften geehrt: Kaufering als Sieger beim Kreisentscheid erhielt die Urkunde in Gold. Den 2. Platz teilen sich Asch und Leeder mit der Silberurkunde.

Die Gartler hatten das Landratsamt schon vor der Jahresschluss-Veranstaltung in Beschlag genommen, nämlich mit der Ausstellung „Baum trifft Mensch“, die noch bis diesen Freitag zu sehen ist. Passend, denn beim Gartenbau- und Landespflege-Verband stand der Baum als Jahresthema im Mittelpunkt ihrer Aktionen. So war der „Tag des Baumes“ im April in Asch und Leeder der Höhepunkt im Gartenjahr, wie Herbert Feyrsinger, der 1. Verbandsvorsitzende, bei der Begrüßung der etwa 150 Gartenfreunde aus dem ganzen Landkreis erklärte. Über den Kreisentscheid um das schönste Dorf, bei dem es drei Teilnehmer gab, informierte Monika Sedlmaier, Geschäftsführerin und Kreisfachberaterin. Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ sei die älteste und größte Bürgerinitiative in Bayern, berichtete Sedlmaier. Bevor es zur Urkundenübergabe an den Sieger Kaufering und an die zweitplatzierten Asch und Leeder kam, stellten die Bürgermeister der ausgezeichneten Gemeinden ihre Orte und Ortsteile vor. Norbert Sepp, Kauferings 2. Bürgermeister, und Erwin Karg, der für die Fuchstaler Ortsteile Asch und Leeder, sprach, machten die Besonderheiten ihrer Ortschaften deutlich. Bürgermeister Karg amüsierte die Gäste mit seinem Vortrag, indem er über die Motivation teilzunehmen erklärte: „Asch hat mitgemacht, weil Leeder mitgemacht und Leeder hat mitgemacht, weil Asch mitgemacht hat.“ Landrat Walter Eichner (CSU) gratulierte zur Teilnahme am Wettbewerb, bedankte sich bei den Gemeindemitgliedern und den Obst- und Gartenbauvereinen, die mit ihrer Arbeit für attraktive Ortsbilder sorgen würden. Doch der Ehrungen nicht genug – der Rückblick auf 2008 setzte sich mit Auszeichnungen fort: So konnten Feyrsinger und Sedlmaier 26 Gartler aus verschiedenen Vereinen beglückwünschen, die die Fortbildung zum Gartenpfleger erfolgreich abgeschlossen hatten. Anerkennung für ihr Engagement beim „Tag der offenen Gartentür“ im Juni zollte Ulrike Heide-Müller vom Bezirksverband Oberbayern für Gartenbau und Landespflege den Gartenbesitzern, die ihr grünes Reich an diesem Tag geöffnet hielten. Bis zu 500 Besucher schauten sich in den Gärten um – darunter unter anderem ein Japan-Garten und ein „Gourmetgarten“. Mit einem Kalender, in dem sie auch ihren Baum wiederfinden konnten, wurden anschließend die Teilnehmer am Wettbewerb „Die schönsten Haus- und Hofbäume“ geehrt. „Baumhaft“ ging es weiter – mit dem Lied „Kein schöner Land“, das die Gartenfreunde begleitetet von der Blaskapelle Kaufering sangen und dann im zweiten Teil des Jahresschlusses mit Thomas Janscheck, der sein Buch „Vom Baum zu Baum – Radtouren und Baumgeschichten zwischen Lech und Ammersee“ vor und aus dem Landkreis Landsberg“ vorstellte. Der nächste Gartler-Termin ist der 10. Januar 2009, wenn der Verband seine Mitglieder zum jährlichen Erfahrungsaustausch nach Schwifting lädt. Das kommende Jahr wird, wie Sedlmaier vorausschaut, der Rose gewidmet.

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