Es grünt und blüht am Straßenrand

Freuen sich über die Blütenpracht an der Rotter Straße (v. links): Dr. Eberhard Senning, Maya Heinrichmeier, Bürgermeister Herbert Kirsch, Katja Holler und Iljana Dorn. Foto: Nagl

Mit einer handvoll Samen kann man ein Stückchen Erde in eine blühende Landschaft verwandeln. Aufmerksamen Beobachtern und Passanten ist es nicht entgangen: In den letzten Wochen verwandelte sich der Grünstreifen entlang der Rotter Straße in ein Blütenmeer. Honig- und Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge ge­- ben sich hier ein Stelldichein. Um zu überleben sind sie insbesondere in den Sommermonaten auf eine artenreiche Fauna angewiesen.

Ein Grund, warum die Ortsgruppe des Bund Naturschutz (BN), vertreten durch die Vorsitzenden Dr. Eberhard Senning und Katja Holler und inspiriert vom Netzwerk „Blühende Landschaften“ (www.bluehende-landschaften.de), nun auch die Marktgemeinde am Ammersee aufblühen lassen möchte. Als einer der ersten Fans dieser prachtvollen Idee stellte Bürgermeister Herbert Kirsch im Herbst spontan drei Flächen zur Verfügung: Besagten Grünstreifen an der Rotter Straße, eine Fläche nördlich der Auffahrtsallee nach Romenthal und die Grünflächen am Busbahnhof. Am Bahnhof ist das Blumenwunder allerdings ausgeblieben: „Da laufen die Leute drüber, die kleinen Bäume geben noch wenig Schatten und außerdem ist versehentlich gemäht worden. Aber das macht nichts, aus Fehlern lernen wir“, erklärte Senning beim Pressetermin. Dafür ist die Blütenpracht bei Romenthal und an der Rotter Straße umso üppiger ausgefallen. Mohnblumen, Jungfern im Grünen, Malven und viele andere Sommerblumen leuchten ihren summenden Gästen und den erfreuten Betrachtern entgegen. Selbstverständlich ist die BN-Ortsgruppe über die Kooperationsbereitschaft der Gemeinde sehr erfreut: Im Spätherbst wurde die Erde im Bereich der Pflanzflächen von den Mitarbeitern des Bauhofs gewendet. So konnte die Grasnarbe ebenso wie unerwünschte Beikräuter abfrieren. Der nach oben gewendete Unterboden ist weniger nährstoffreich und eignet sich deshalb besser zur Aussaat von Wildblumen. Während Bürgermeister Kirsch und viele andere Bewohner der Marktge­- meinde sich nun an den bunten Farbtupfen am Wegesrand erfreuen, sind die BN-Mitglieder froh darüber, dass sie Bienen und anderen nützlichen Insekten in den dürren Som­- mermonaten das Überleben ein bisschen erleichtern konnten. Auch die Transition-Town-Initiative „Dießen im Wandel“ (TT) macht mit: Iljana Dorn und Maya Heinrichsmeier halfen bei der Aussaat. Außerdem wurde im TT-Gemeinschaftsgarten bei Wengen ein Bienenstock aufgestellt und zwei Blumenstreifen für Bienen und andere Nützlinge angelegt. Erneute Aussaat Im Mai 2013 darf auf den kommunalen Flächen erneut ausgesät werden – und nach Möglichkeit sollen auch viele private Gärtner diesem Beispiel folgen: Interessierte Gartenbesitzer sind eingeladen, sich mit Fragen zum Thema wilde Sommerblumen an die Ortsgruppe des Bund Naturschutz zu wenden. „Die Blütenpracht hängt ziemlich direkt von der Qualität des Saatgutes und von der Vorbereitung des Bodens ab“, weiß Gartenbauingenieurin Katja Holler. Im zeitigen Frühjahr 2013 möchte der BN deshalb eine Sammelbestellung auf den Weg bringen, damit im nächsten Sommer noch mehr fleißige Bienen einen Besuch bei Kornblume&Co. abstatten können.

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