Die Grundschule bleibt

Die Grundschule in Apfeldorf kann erhalten werden. Foto: Schmid

Der Fortbestand der Grundschule Apfeldorf-Kinsau ist auch in Zukunft so gut wie gesichert: Diese gute Nachricht überbrachte Rektorin Elke Arle den Apfeldorfern im Rahmen der diesjährigen Bürgerversammlung. Denn was den vorübergehenden „Engpass“ an der Grundschule betrifft, konnte sie für die zukünftigen Jahre Entwarnung geben: Im nächsten Schuljahr gibt es voraussichtlich 16 Erstklässler, so dass die Grundschule nach derzeitigen Stand weiter einzügig bleiben kann (13 Kinder sind nötig).

Lediglich im Schuljahr 2015/2016 werde es wieder einen leichten Einbruch geben, wie Arle darlegte – doch danach sei dann „das Tal durchschritten“, blickte die Rektorin in die Zukunft, in der wieder steigende Schülerzahlen prognostiziert werden können. Mehr Kinder wünscht sich auch Bürgermeister Georg Epple für die Gemeinde Apfeldorf. Eine „gesellschaftliche Schieflage“ nannte er das Phänomen, dass im Dorf „bald mehr Hunde als Kinder da sind“. Daher setzt Epple auf Zuzüge von jungen Familien. Mit knapp unter 1100 Einwohnern bewege sich die Gemeinde zwar „im stabilen Bereich“, erklärte der Bürgermeister den rund 90 Anwesenden in der Mehrzweckhalle – „aber dennoch ist es nötig, Zuzüge zu schaffen“. Und eben dies tut die Gemeinde derzeit mit der Ausweisung des neuen Baugebiet im Esele: Damit würde man auch dem kleinen Kinder-„Engpass“ an Schule und Kindergarten entgegensteuern, erläuterte der Bürgermeister. Besonders hofft die Gemeinde auf möglichst viele Zuzüge von Familien mit Kindern. Gemeindebürger, die in Apfeldorf bereits ein Haus besitzen, würden keinen Platz mehr im Esele bekommen, teilte Epple mit – denn schließlich wolle man ja eine Mehrung bekommen. Im ersten Bauabschnitt seien bereits fünf von sechs Plätzen verkauft, informierte der Gemeindechef, und im Mai oder Juni werde man mit dem Bau des Tagwasserkanals beginnen, so dass die Bauarbeiten voraussichtlich im Juni abgeschlossen sein werden. Die Fragen an den Bürgermeister hielten sich heuer in Grenzen: Auf Nachfrage von Musikervorstand Helmut Ehle erklärte Epple, dass die Gemeinde bereits dabei sei, für die Mehrzweckhalle eine Genehmigung für 300 Leute zu bekommen – allerdings müsse noch sichergestellt werden, dass eine große Fensterfläche geöffnet werden könne. „Aber wir sind dran“, versicherte der Bürgermeister. Zudem bat Ehle die Gemeinde, die Nutzungsgebühr für die Halle (für größere Veranstaltungen fallen 250 Euro an) nochmals zu überdenken. Peter Loskot beschwerte sich, dass die Gemeinde am Wertstoffhof verfaultes Holz lagern würde. Epple meinte, dass der Wertstoffhof eben auch ein Lagerplatz für die Gemeinde wäre, versprach aber, dass man „daran arbeiten“ werde. Matthias Finster beschwerte sich, dass er schon ewig auf die Vermessung eines Weges warten würde – was aber laut Epple Sache des Vermessungsamtes wäre. Johann Schmid wies darauf hin, dass es jetzt neben dem Gemeindearchiv im Pfarrhof ein weiteres Archiv im Keller der Mehrzweckhalle gibt, wo auch die Aufzeichnungen der Vereine untergebracht sind. Die Vereinsvorstände können dort alle Unterlagen unterbringen, die der Nachwelt erhalten werden sollen.

Meistgelesene Artikel

Aufprall auf Lkw

Buchloe/Landsberg – Ein Unfall auf der A96 bei Wiedergeltingen im Landkreis Unterallgäu hat am vergangenen Dienstag für einen 53-jährigen Autofahrer …
Aufprall auf Lkw

Der Entwurf steht

Landsberg – Die Hochwasserschutzmauern oberhalb der Karolinenbrücke sind 1913 erbaut worden – nach über hundert Jahren sind sie marode und müssen …
Der Entwurf steht

Ein Blick über den Tellerrand

Dießen – „Wenn ich an seinem Ufer steh weiß ich, ich liebe ihn, den Ammersee“ – mit einer Hymne auf Dießen und den Ammersee, gesungen und gespielt …
Ein Blick über den Tellerrand

Kommentare