Gustav Giraffe hilft mit

Auftakt mit Gustav Giraffe: LEBHAFT-Leiterin Dr. Susanne Holtz-Joas, Kinderpsychologin Annettee Mangstl und Schulrat Rudolf Schönauer (von links) starteten kürzlich den Modellversuch an Grundschulen. Foto: Privat

Grundschüler mit Rechtschreibproblemen (Legasthenie) dürfen fortan auf bessere Förderung setzen – dank Gustav Giraffe. Der Modellversuch an Landsberger Schulen ist kürzlich unter der Federführung des Netzwerkes „LEBHAFT“ gestartet worden. Eine Stunde pro Woche sollen die Kinder in Kleingruppen während der Schulzeit gefördert werden.

„Das ansprechende Lernprogramm soll Kinder mit Lese- Rechtschreibproblemen frühzeitig fördern, um schwerwiegendere schulische und emotionale Folgen dieser Lernstö­rung zu verhindern“, erläutert LEBHAFT-Leiterin Dr. Susanne Holtz-Joas aus Hofstetten. Im vergangenen Jahr seien anonymisierte Befragungen bei den Grundschullehrkräften durch die Schulpsychologen durchgeführt worden, um festzustellen, wie viele Kinder von einer Lese- und Rechtschreibschwäche oder -störung betroffen sind. Holtz-Joas: „Dabei zeigte sich ,dass es im Schnitt 17 Prozent der Kinder betrifft.“ Erfreulicherweise seien 25 interessierte Grundschullehrerinnen und ein Schulpsychologe zu einer freiwilligen Schulung im Staatlichen Schulamt Landsberg gekommen. Für die Eltern betroffener Kinder wird es ebenfalls noch Informationsabende geben. Das Förderprogramm „Gustav Giraffe“, das von Kinderpsychologin Annette Mangstl aus Starnberg entwickelt und vom Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) geprüft wurde, erstreckt sich über zwei Schulhalbjahre. Schulrat Rudolf Schönauer war von dem Vorschlag der Schulpsychologen Jörg Poll und Britta Vogel sowie Netzwerk-Leiterin Holtz-Joas schnell zu begeistern und setzte ihn sogleich tatkräftig um. Die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Therapeuten und Lehrern, dem Jugend- und dem Schulamt sei ein gutes Vorbild für vernetztes Arbeiten, welches den Kindern mit diesen Problemen zugute kommen wird. Übrigens: LEBHAFT steht für „Landsberger Experten zur Beratung und Hilfe bei Aufmerksamkeitsstörungen, Fehlhörigkeit und Teilleistungsschwä­chen“. Nähere Infos und Kontakt: Dr. Susanne Holtz-Joas, Telefon 08196/7045.

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