Die gute, alte Zeit – Sonderausstellung in Rott haucht vergessenen Bräuchen Leben ein

„Von der Wiege bis zur Bahre – Bräuche im Leben“ heißt die Sonderausstellung, die derzeit im Dorfmuseum in Rott zu sehen ist. Die Ausstellung führt die wichtigsten Sitten und Gebräuchen vor Augen, die für die Menschen in den vergangenen zwei Jahrhunderten zum alltäglichen Leben gehörten – und teilweise auch heute noch bekannt sind.

Von der Geburt und der Taufe, der Kommunion und der Firmung über die Hochzeit, den Geburts- und Namenstag bis hin zur Beerdigung: Die wichtigsten Stationen im Leben eines Menschen sind in der Ausstellung aufgebaut. Dazu sind jeweils all die Bräuche angeführt, welche die Leute bei den Anlässen im Leben pflegten. Dabei werden nicht nur eine ganze Reihe von zugehörigen Utensilien gezeigt, sondern auch mit zahlreichen Texten den Besuchern die Hintergründe und der Sinn der verschiedenen Gebräuche näher gebracht. In Bauernfamilien war ein sehr wichtiger Schritt natürlich die Hofübergabe. Hierzu erklärt die Ausstellung, warum sich viele Bauern damit so schwer taten und was in den Hofübergabeprotokollen alles geregelt war. Eine reine Liebesheirat war in der bäuerlichen Lebenswelt des 19. Jahrhunderts eher selten: „Man heiratete nicht die Frau, sondern das Sach’ “, heißt es da. Wichtig war daher auch der Aussteuerschrank, in dem die Frau ihren ganzen Hausstand mitbrachte. Ein solcher kann ebenso in Museum begutachtet werden, genauso wie ein schwarzes Hochzeitskleid, das einst üblich war. Die Austellung im Dorfmuseum in Rott ist noch bis zum 20. Juni zu sehen. Geöffnet ist sie jeweils sonntags von 14 bis 16 Uhr.

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