Pläne, Projekte, Potenziale

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Stabwechesl: Im Rahmen der ersten Sitzung des Leader-Steuerkreises zum Auftakt der neuen Förderperiode wurde die bisherige Leader Managerin Irmgard Neu-Schmid (Mitte) von Werner Grünbauer (1. Vorsitzender der LAG-Ammersee, rechts) verabschiedet. Neuer Koordinator ist Ethelbert Babl (links).

Dießen – Die Leader Arbeitsgemeinschaft (LAG) Ammersee startet mit Schwung in die Zukunft. Bei der ersten Sitzung des Steuerkreises zum Auftakt der neuen Förderperiode standen bereits zwei Projekte zur Entscheidung an. Außerdem wurde im Sitzungssaal des Dießener Rathauses die bisherige Leader-Managerin Irmgard Neu-Schmid verabschiedet. Betreut wird die LAG-Ammersee nun vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten, zuständig ist Leader-Koordinator Ethelbert Babl.

Als Nachfolger von Irmgard Neu-Schmid, die die LAG Ammersee seit deren Gründung im Jahr 2007 von Ingolstadt aus unterstützte, trete er in „große Fußstapfen“, so Babl. Er selbst habe seit 2002 zahlreiche Leader-Projekte in Oberbayern unterstützt und sich „sukzessive in die Ammersee-Region vorgearbeitet“. Bereits als 16-Jähriger habe er im Naturschutzzentrum Wartaweil den Hirschkäfer erforscht und jedes Jahr komme er mit seiner Frau von Kempten zum Töpfermarkt. Außerdem wisse er als begeisterter Hobby-Ornithologe um die Artenvielfalt in den Naturschutzgebieten am Ammersee. 

Die LAG Ammersee, so Babl, sei eine Region mit vielen Ideen, engagierten Bürgern und „kreativen Bürgermeistern“, kurz: eine Region mit „großem Potenzial“, davon habe er sich auch im Rahmen einer Best-of-Tour mit Schriftführer Klaus Horney zu Projekten rund um den Ammersee überzeugen können. „Wir haben gute Startbedingungen“, stimmte der Pähler Bürgermeister und Vorsitzende der LAG-Ammersee, Werner Grünbauer, zu. Auch die vakante Stelle des lokalen Leader-Managers sei ausgeschrieben, Bewerbungen liegen bereits vor. Am 21. September soll der neue Leader-Manager bestellt werden. 

Zustimmung fand zum Start der neuen Förderperiode das Projekt „Heimat erkennen – Identität wahren“, das vom Vorsitzenden der Ammersee-Heimatforscher, Herwig Stuckenberger, vorgestellt wurde. Auch ein Kooperationsprojekt zum Thema „Professionalisierung und Weiterentwicklung von Urlaub auf dem Bauernhof“ soll unterstützt werden. Bei „Heimat erkennen“, so Stuckenberger, gehe es um Erhalt und Wertschätzung der historischen Kulturlandschaft. 

Gefördert werden soll die Erfassung und Kartierung von „Kulturlandschaftselementen“ wie Kreuze, Kanäle, Teiche oder Mühlen, sowie gewachsene Objekte wie Hutungen, Hohlwege oder Hecken. Notwendig sei hierzu die Schulung von Ehrenamtlichen – und natürlich Öffentlichkeitsarbeit. Das Projekt, so Stuckenberger, stärke die Identität der Region und biete Außenstehenden die Möglichkeit, deren kulturelles Erbe kennenzulernen. Die Kosten dafür betragen 50 000 Euro auf drei Jahre. Die Leader-Förderung würde 25 000 Euro betragen. 

Zentrale Aufgaben 

Im Rahmen des neuen Kooperationsprojekts, das von Sylvia Neumeier aus Peißenberg vorgestellt wurde, planen die Anbietergemeinschaften von „Urlaub auf dem Bauernhof“ (AG Pfaffenwinkel-Ammersee-Lech, AG Tölzer Land, AG Zugspitze Werdenfelser Land und AG Alpenregion Tegernsee-Schliersee) einen Verband und eine gemeinsame Geschäftsstelle, die künftig zentral sämtliche Aufgaben übernehmen soll. 

Als Synergieeffekte wurden unter anderem ein gemeinsamer Internetauftritt, sowie Zusammenarbeit bei der Erstellung von Katalogen und gemeinsame Messeauftritte angesprochen. Vorgeschlagen wur- de das Projekt von der LAG Auerbergland-Pfaffenwinkel, auf die hiesige LAG käme eine Beteiligung in Höhe von 7000 Euro zu.

Ursula Nagl

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