Auf gutem Weg

Schon im Herbst diesen Jahres sollen die Haushalte in Pürgen, Ummendorf und Stoffen über einen schnellen Internet-Zugang verfügen. Die Gemeinde stellt für den Ausbau rund 136000 Euro bereit. Foto: Weh

Keine Nettoneuverschuldung strebt die Gemeinde Pürgen im Haushaltsjahr 2011 an. Große Investitionsmaßnahmen wie die energetische Sanierung von Grundschule und Kindertagesstätte sind so gut wie abgeschlossen, lediglich in die Dorferneuerungsmaßnahme bei Ummendorf sowie in den Breitbandausbau soll dieses Jahr noch in umfangreicherem Maße investiert werden.

Noch im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde mit einer Kreditaufnahme in Höhe von 1,9 Millionen Euro sowie einer Nettoneuverschuldung von 1,4 Millionen Euro gerechnet, wenngleich letztlich nur etwa eine Million Euro an Darlehen aufgenommen werden mussten. Im Vergleich zu 2010 sieht Bürgermeister Klaus Flüß daher dem aktuellen Haushaltsjahr schon wesentlich entspannter entgegen. „Wir liegen in diesem Jahr mit der Kreditaufnahme niedriger als mit der Tilgung, deshalb haben wir keine Nettoneuverschuldung“, erklärte Flüß im Gespräch mit dem KREISBOTEN. Rund 593000 Euro will die Gemeinde an Darlehen aufnehmen, im Gegenzug sollen rund 695000 Euro getilgt werden. Zu den größeren geplanten Maßnahmen in diesem Jahr zählen mit rund 400000 Euro die Dorferneuerung Ummendorf, die unter anderem Asphaltwege, ein Regenrückhaltebecken sowie die Biotopvernetzung beinhaltet, die Fertigstellung der Erschließungsstraßen in den Baugebieten aller Ortsteile (240000 Euro) sowie der Ausbau der Breitbandversorgung (siehe nebenstehender Bericht). Hier belaufen sich die geschätzten Gesamtkosten auf rund 236000 Euro, die aber mit 100000 Euro bezuschusst werden. Wie Flüß erläuterte, soll außerdem der 21 Jahre alte MB-Truck der Gemeinde verkauft und für rund 160000 Euro ein neues Allround-Fahrzeug, ein so genannter Mali-Truck, angeschafft werden. Warten auf Fördermittel Auf der Einnahmenseite des Vermögenshaushaltes hofft der Rathauschef nun endlich auf die bereits vom Freistaat zugesagten restlichen Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II für die energetische Sanierung von Schule und Kindergarten. „Allein für den Kindergarten fehlen noch rund 100000 Euro“, so Flüß. Doch auch für die im Jahre 2008/2009 erfolgte Erneuerung der Landsberger Straße in Pürgen stehen noch rund 210000 Euro an Fördermittel aus. Rund 350000 Euro erwartet sich der Bürgermeister aus dem Verkauf von Grundstücken. „Wir stehen hier nicht schlecht da. Wir haben Grundstücke im Wert von rund 700000 Euro zu veräußern“, betonte Flüß. Zum Verkauf angeboten werden derzeit jeweils zwei Grundstücke in den Ummendorfer Baugebieten Osterfeld und Mitte-West sowie eines am Egelsee in Pürgen. Schulden abbauen Mit dem Schuldenstand in Höhe von 3,58 Millionen Euro (Stand zum 31.12.2010) sieht Flüß die Gemeinde auf einem guten Weg: „Für 2011 haben wir einen Schuldenstand von 3,48 Millionen Euro eingeplant. Und wenn in den nächsten zwei Jahren keine größeren Maßnahmen mehr anstehen und wir rund 700000 Euro jährlich tilgen können, dann geht der Schuldenstand wieder deutlich zurück“, so seine Prognose. Im Gremium stieß der Haushaltsplan auf breite Zustimmung. Die Haushaltssatzung wurde einstimmig verabschiedet.

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