Für den guten Zweck musiziert

Große Begeisterung am Mittwoch im Festsaal des Historischen Rathauses: junge Musikpreisträger aus dem Landkreis spielten für einen guten Zweck. Der Anlass: Mit einem Benefizkonzert feierte der Rotary Club Landsberg sein 35-jähriges Bestehen. Der Präsident Thomas Beyer ist stolz auf das Spendenvolumen des Landsberger Clubs in all den Jahren, das insgesamt 500000 Euro beträgt; allein an diesem Abend im Rathaus kamen 4000 Euro zusammen.

Gar nicht bescheiden jubilierte Tarquinio Merulas Nachtigall, in Gestalt von vier flötenden Musikern im prachtvollen historischen Rathaussaal, den 35-jährigen Jahrestag des Rotary Clubs Landsberg herbei. Tibia Musa, jüngst mit dem Kulturförderpreis des Landkreises geehrt, führt die lange Liste preisgekrönter, jugendlicher Künstler an. „Welch ein Landkreis?“, mag sich der Nichtkundige denken, der eine solche Häufung an Musikpreisträgern aufzuweisen hat. Ein großes Verdienst kommt Max Hofbauer zu, der den überwiegenden Teil der jungen Künstler, die Jüngste war gerade erst acht Jahre alte, betreut und ausbildet. Gekonnt führen er und Heidi Holzhauser durch das fürwahr ehrgeizige Programm. „Freundschaft und Gemeinwohl durch selbstloses Dienen“, ist das Motto der weltweit agierenden 32500 Rotary Clubs. Diesem Motto folgend, arbeitet der Präsident, Thomas Beyer, eloquent in seiner sympathisch, fränkisch gefärbten Rede die Aktivitäten des Landsberger Clubs heraus. Das Ziel des Abends sei, viele Spenden für die Unterstützung des Kinderbüros Landsberg und für den Ausbau der Schulbibliothek der Schlossbergschule zu erhalten. Am Ende des Abends zeigt sich, dass sein engagierter Aufruf Früchte trägt und er den Vertreterinnen vom Kinderbüro, Petra Stahl und Birgit Thaller, sowie Rosa Hochschwarzer vom Trägerverein und Rektor Christian Karlstetter von der Schlossbergschule je 2000 Euro überreichen kann. Als kleine Gegenleistung bewirten, unter fachkundiger Leitung von Lehrerin Bettina Beyer, Neuntklässler die Gäste mit kleinen Gaumenfreuden. Einige Prominenz konnte Beyer begrüßen, neben den Stadtoberen, Oberbürgermeister Ingo Lehmann und Stadträtin Barbara Juchem, die Leiterin des Referats für Kindertagesbetreuung vom bayerischen Familienministerium Beate Stangl. Von Herzen dankt OB Lehmann den Rotariern für ihr soziales Engagement in der Stadt. Er wünscht sich unverblümt, der Club möge steinalt werden, bei solch einer Spendenfreudigkeit. Breit gefächert Die folgenden musikalischen Darbietungen suchen – welch ein Wunder, bei all diesen Hochkarätern – ihresgleichen. Es wäre ungerecht, wollte man einzelne besonders hervorheben. Mit Geige, Klavier, sogar mehrhändig, Flöte, Fagott, Cello, Harfe und Stimme, Sopran und Bariton, spielen und singen sich die jungen Musiker mit Inbrunst durch das vielfältige und breit gefächerte Repertoire. Keine Epoche fehlt, angefangen in der Renaissance springt das Programm, dank der klugen Auswahl durch Heidi Holzhauser und Max Hofbauer, virtuos hin und her durch die Jahrhunderte bis in unsere heutige Zeit. Vergessen ist die Nervosität, mit der die jungen Musiker auf die Bühne eilen, sobald sich die einen verträumt, die anderen lebhaft, mit einigem Showtalent begabt oder völlig andächtig der Musik hingeben. Am Ende des langen Abends lassen sie sich, zu Recht glücklich über ihre Leistung, gemeinsam mit den Veranstaltern, den Spendenempfängern und allen Helfern auf der Bühne feiern.

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