Gitter statt Stufen

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Der provisorische Bauzaun am Tosbecken soll bald durch ein bogenförmiges Edelstahlgitter ersetzt werden.

Dießen – Von der schönen Idee im Bereich des Tosbeckens an der neu gestalteten Mühlstraße den Mühlbach durch Stufen erlebbar zu machen, ist nichts geblieben. Wie berichtet musste sich der Gemeinderat aus Haftungsgründen davon verabschieden. In der jüngsten Bauausschusssitzung ging es nun darum, wie ein geeignetes Absperrgitter aus Edelstahl aussehen soll. Derzeit ist das Wasserbecken noch mit einem provisorischen Bauzaun abgesichert um Kleinkinder vor der Wasserwalze zu schützen.

Einigen konnte sich das Gremium schließlich auf ein sieben Meter langes, bogenförmiges Gitter mit senkrechter Teilung, das voraussichtlich zirka 6.000 Euro kosten wird. Dieses, so Planer Klaus Immich, entspräche in der Gestaltung dem benachbarten Brückengeländer an der Ingeborg-Brücke und gewähre mehr Sicherheit, da Geländer mit waagrechter Teilung gerne als Kletterhilfe genutzt werden. Einen direkten Anschluss an das Brückengeländer mit einheitlichem Handlauf hielt Immich für nicht sinnvoll. Für Menschen mit Behinderung, so der Planer, könne ein Unterschied in der Haptik der beiden Geländer zur Orientierung von Bedeutung sein. Außerdem muss das Geländer entlang der Brücke 1,20 Meter hoch sein, während beim Tosbecken 1,10 Meter ausreichen.

Ein Zaun aus einem sechsteiligen Polygonzug wäre zirka 1.000 Euro günstiger gewesen, doch sparen wollten die Gemeinderäte an dieser Stelle nicht. Schließlich hat das gesamte, weitgehend abgeschlossene Projekt Mühlbach/Mühlstraße insgesamt knapp sechs Millionen gekostet. Auch ein Spritzschutz soll im Becken installiert werden, sonst könnte das Bachwasser im Winter auf der Fahrbahn zu Glatteis gefrieren. Eine Verglasung schloss Immich aus, da Plexiglas durch Kalkablagerungen im Spritzwasser unansehnlich werde.

Marc Schlüpmann (Grüne) machte darauf aufmerksam, dass der Bereich vor dem Tosbecken gerne als Parkplatz zweckentfremdet würde. Bürgermeister Herbert Kirsch schlug deshalb eine Möblierung mit Bänken vor. Auch Blumenschmuck ist angedacht: Immich regte an, den Zugang zu dem kleinen Platz am Wasser durch Blumentöpfe zu verengen um Fahrzeuge fern zu halten. Schließlich, so Vizebürgermeister Peter Fastl, solle es den Fußgängern vorbehalten sein, zum Wasser zu gelangen – auch wenn dieses nur optisch „erlebbar“ ist.

Ursula Nagl

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