Freie Fahrt durch Landsberg

Hauptplatzumbau macht Winterpause

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Die Pfützenbildung auf dem neuen Plaster am Hauptplatz führt Stadtrat Jost Handtrack auf mangelndes Gefälle zurück, laut Tiefbaureferatsleiter Hans Huttenloher liegt aber kein Fehler in der Planung vor.

Landsberg – Ab dem 26. November soll der Hauptplatzumbau in die Winterpause gehen – dann ist auch die Durchfahrt in beide Richtungen wieder freigegeben. Nach den Faschingsferien im kommenden Jahr beginnen die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt, hat Hans Huttenloher, Leiter des städtischen Tiefbaureferates mitgeteilt. 

Ob die Salzgasse und die Herzog-Ernst-Straße für den individuellen Verkehr gesperrt werden, soll im Frühjahr der Stadtrat entscheiden – eben­so beschließt er dann, wie die Stromversorgung und das Thema Parkplätze am umgestalteten Hauptplatz gehandhabt werden. In Bezug auf die Bäume sollen die Bürger das Sagen haben.

Je nach Witterung wird die Durchfahrt des Hauptplatzes bis spätestens 6. Dezember wieder freigegeben. Nach Fasching geht es frühestens weiter, zunächst mit Kanalbauarbeiten, wie Hans Huttenloher erklärt. Dann folge eine dreimonatige Vollsperrung und es wird bis zum Schmalztor gepflastert. Für diese Zeit muss noch eine Lösung für den Busverkehr von West nach Ost durch die Innenstadt gefunden werden. Dazu beriet der Arbeitskreis Hauptplatz, ein Gremium aus Vertretern des Stadtrats, zwei Varian­ten. Die einzige sinnvolle Möglichkeit ist es laut Huttenloher, wie in der zweiten Variante vorgeschlagen, dass die Busse an der Schulgasse nach rechts abbiegen und die Schlossergasse hochfahren können. Dazu gebe es dann zwei Ampeln, um sicherzustellen, dass die Schlossergasse für die Busse frei ist. Wenn das nicht funktioniere, müsse dort die Schranke geschlossen werden. „Diese drei Monate werden nicht lustig für die Busfahrer.“

Nur eine Pfütze

Weniger amüsant findet Huttenloher auch die jüngst entstandene Diskussion um die Pfützenbildung auf dem neuen Plaster. Grünen-Stadtrat Jost Handtrack war aufgefallen, dass auf Höhe des Drogeriemarktes Müller in der Straße ein „Knick entsteht, so dass sich dort Pfützen bilden“. Das Wasser laufe mangels Gefälle nicht ab. „Kann es nicht sein, dass an dieser Stelle nicht sauber gearbeitet wurde und ein Gefälle zur Seite hin nicht berechnet bzw. nicht gepflastert wurde?“, will Handtrack wissen. Huttenloher ist sich aber sicher, dass kein Fehler in der Planung vorliegt, sondern das Wasser lediglich an Tiefpunkten, wo das Oberflächenwasser zusammenläuft, nicht so schnell abtrocknet. Ansonsten sei an den bis­- her gebauten Bereichen für ausreichendes Gefälle gesorgt.

Wo Kurzzeitparken?

Über die vorgeschlagenen Sperrungen der Salzgasse und der Herzog-Ernst-Straße konnte sich die Arbeitsgemeinschaft nicht einig werden. „Das Thema muss in den Stadtrat, es ist noch nichts beschlossen“, berichtet Huttenloher. Auch das Thema Parken sei in der Sitzung der AG vertagt worden – hier stimmte das Gremium nur überein, dass es weiterhin Behindertenparkplätze geben soll. Wo die geplanten Kurzzeitparkplätze ihren Standort bekommen und wieviele davon über­haupt möglich sind, entscheidet der Stadtrat im Frühjahr.

Auch über die Stromversorgung am umgestalteten Hauptplatz herrschte keine Einigkeit: Huttenloher schlug vor, mehrere Stromentnahmestellen einzubauen, zwei davon wären fest im Boden verankert, die restlichen mobil. Damit wäre der Platz großflächig abgedeckt und die Stromversorgung, wie etwa für Märkte oder das Ruethenfest, gesichert. Dafür veranschlagte Huttenloher rund 80000 Euro. „Doch das war ursprünglich nicht in der Planung vorgesehen“, erklärt er. Daher müsse auch dieses Thema im Stadtrat behandelt werden – und das möglichst bald. „Wenn der Platz fertig ist, dann ist nichts mehr mit nachrüsten.“

Die Taxen verteilen

Fest steht, dass in Zukunft keine Taxen mehr am Hauptplatz warten sollen und auch die Ludwigstraße für sie nicht mehr befahrbar ist. Man habe sich einen neuen, zentralen Standort überlegt doch die Arbeitsgemeinschaft habe sich schließlich dafür entschieden, an verschiedenen Orten in der Lechstadt Plätze für die Taxen auszuweisen. So sollen den Taxifahrern künftig drei Parkplätze am Bahnhof, zwei am Krankenhaus und drei am Penzinger Feld zur Verfügung stehen. „Nun sind die Taxifahrer gefordert, einheitliche Gruppen zu bilden“, so Huttenloher. Mög­- licherweise soll am Hauptplatz eine Ruftaste für die Taxen in die neuen Bushäuschen eingebaut werden.

Dass der Hauptplatz grüner werden soll, steht schon lange fest, auf welche Bäume die Wahl schließlich fällt, wird sich erst zeigen. Schattenspendend müssen sie sein, aber kein zu dichtes Laub haben, damit die Sicht auf die Fassaden nicht versperrt wird. Zur Auswahl stehen daher entweder Gleditschien oder Blaseneschen. „Wir haben uns darauf geeinigt, nächstes Jahr von jeder Sorte einen Baum im Kübel aufzustellen.“ Die Bürger sollen dann – in einer ähnlichen Diskussion wie bei den neuen Leuchten – entscheiden, welche Baumart den Hauptplatz verschönern darf. Janina Bauch

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