Hauptsache Essen

Während alle Welt darüber rätselt, ob im Landsberger Osten demnächst ein Großkino entsteht, ist auf dem freien Gelände gegenüber dem InCenter fast unbeachtet der Spatenstich für eine weitere Großbaustelle gefallen. Auf 450 Quadratmetern will die Metzgerei Moser einen neuen Produktions- und Verkaufsstandort errichten. Bereits im Dezember soll der Betrieb seine Arbeit aufnehmen.

Es ist der dritte Standort der Landsberger Metzgerei, die in der Katharinenstraße ihren Hauptsitz hat und in der Fußgängerzone eine weitere Filiale betreibt. Zwischen zehn und 15 neue Mitarbeiter werden künftig in Teil- oder Vollzeit am neuen Standort beschäftigt sein. Die Idee zur Erweiterung hatte Geschäftsführer Michael Moser schon länger. Vor drei Jahren reservierte sich der 32-Jährige das Grundstück, auf dem nun in nächster Nähe zum Fachmarktzentrum ein Flachbau mit Räumlichkeiten für den Verkauf von Metzgereiprodukten und warmem Essen sowie einer Großküche entsteht. Besonders letzterer kommt dabei eine wichtige Bedeutung zu, war die dortige Produktion doch ausschlaggebend für die Baugenehmigung durch den Stadtrat. Denn ein reiner Metzgereiverkauf oder Restaurantbetrieb wäre aufgrund der „Negativliste“ zum Schutz der Einzelhändler in der Innenstadt nicht möglich gewesen. Moser tritt durch den Neubau in direkte Konkurrenz zum Fachmarktzentrum, in dem mit der Metzgereiabteilung im Kaufland und der Vinzenz-Murr-Filiale bereits zwei ähnlich geartete Geschäfte um die Käufergunst buhlen. Die Errichtung des Betriebs sei jedoch im Vorfeld mit den ansässigen Unternehmen abgesprochen worden, erklärt der Geschäftsführer. Mit der Küchenproduktion will Moser vor allem den Imbisszweig weiter ausbauen, der in den letzten Jahren zu einem zweiten Standbein der Metzgerei geworden ist. Mittlerweile bekomme der Betrieb, der auch über einen Schlachthof verfügt, täglich bereits mehr Gemüse als Fleisch geliefert, verdeutlicht Moser den Stellenwert der Imbissproduktion. Rund 300 Essen sollen ab Dezember täglich in der neuen Betriebsstätte hergestellt werden. Ein Großteil davon ist für die Mittagsverpflegung des Schulzentrums an der Platanenstraße vorgesehen. Dort tritt der Betrieb ab dem kommenden Schuljahr als Pächter der Mensa auf. Auch andere Schulen hätten bereits Interesse an eine Belieferung bekundet, erklärt Moser, der eine Erweiterung der Kapazitäten bereits einkalkuliert hat. Bis zu 1000 Essen könne man in der Endausbaustufe pro Tag fertigen, so der Geschäftsführer. An der Qualität der Produkte des Landsberger Traditionsbetriebs, der 1954 erstmals seine Pforten öffnete, soll sich dadurch freilich nichts ändern, versichert Moser.

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