Ein Haus der Vereine in Eresing?

Was tun, um die Verkehrssituation im Dorf zu entschärfen? Auch heuer nahm diese Frage auf der Bürgerver- sammlung am Donnerstag im Alten Wirt einigen Raum ein. Über die Arbeit des 2004 gegründeten Arbeitskreises Verkehr referierte dessen Sprecher Michael Schlosser, der sogar einen ersten kleinen Erfolg zu vermelden hatte: Der Landkreis Landsberg hat an der Hauptstraße zwei weitere Querungshilfen genehmigt. Nun werden zusätzliche Helfer gesucht, die hier die Schulkinder über die Straße lotsen.

Selbst die Querungshilfen seien zunächst rundheraus abgelehnt worden, umriss Schlosser das mühselige Tun des Arbeitskreises. „Wir hatten sie schon vor zwei Jahren beantragt und mussten mit Nachdruck ein weiteres Mal unsere Argumente vorbringen“, so der Eresinger, der seit fünf Jahren an der Hauptstraße wohnt. Über das Thema „Tempo 30“ – auch das ein langjähriges Anliegen – entscheidet demnächst die Regierung von Oberbayern. Um zur Reduzierung des innerörtlichen Verkehrs beizutragen, rief Schlosser die rund 130 anwesenden Bürger dazu auf, kurze Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erledigen. 200 Einwohner mehr Bürgermeister Josef Loy berichtete über die aktuelle Situation der Gemeinde und zog eine weitgehend positive Bilanz. Die Einwohnerzahl sei im vergangenen Jahr von gut 1600 auf 1800 gestiegen. Finanziell stehe die Gemeinde, die seit 2003 keine neuen Schulden gemacht habe, auf sicheren Füßen, auch wenn für die kommenden Jahre konjunkturbedingte Einbrüche zu erwarten seien. Man habe noch Grundstücke im Wert von knapp 500000 Euro zu verkaufen, was dem Haushalt dieses Jahres zugute käme. Die Steuerkraft der Eresinger habe sich von 597 Euro auf 620 Euro pro Kopf verbessert. Die Alte Schule, für die seit längerem eine sinnvolle Nutzung gesucht wird, möchte Loy in ein „Haus der Vereine“ verwandeln. Dort könne man beispielsweise Requisiten des Theatervereins, Theken und Tische, Bänke, Gartengeräte und andere Vereinsutensilien lagern, schlug der Bürgermeister vor. Auch könne man in das Gebäude eine Besuchertoilette einbauen. Im Diskussionsteil der Veranstaltung regte Lothar Bergmann an, beim Ulrichsfest den Verkauf von Spielzeugwaffen zu verbieten. Man müsse klären, inwieweit die Gemeinde hier Einfluss auf die Fieranten nehmen könne, entgegnete Bürgermeister Loy. Täglich sechs Haufen Ulrich Huber rief alle Hundebesitzer dazu auf, bei Spaziergängen ihre Vierbeiner bei Fuß zu halten und ihre Hinterlassenschaften nicht in der Landschaft liegen zu lassen. „Ich muss im Sommer täglich fünf bis sechs Haufen von meinem Grundstück entfernen und finde das mehr als eine Frechheit“, so der Landwirt. Offen blieb die Frage, ob es einen Radweg von Eresing nach Windach gibt. Die Beschilderung existiere zwar, doch befahrbar sei der Weg nicht, monierten einige Anwesende.

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