Viele Vorhaben – keine Kredite

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Für die Ertüchtigung der Rotter Kläranlage muss die Gemeinde Reichling voraussichtlich einen Anteil von 465000 Euro mitzahlen.

Reichling – „Es ist gewaltig, was wir uns vorgenommen haben“, kommentierte Reichlings Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler den diesjährigen Etat. Im Verwaltungshaushalt schließt er mit 2,16 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt mit 1,32 Millionen Euro.

Trotz zahlreicher Vorhaben benötigt die Gemeinde jedoch bereits im fünften Jahr in Folge keine neuen Kreditaufnahmen. Der Verwaltungshaushalt kann aus dem laufenden Betrieb bestritten werden. Zudem wird die Gemeinde 196234 Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt überführen – und dies, obwohl heuer Kredite in Höhe von 76894 Euro getilgt werden können. Dafür fallen Zinsen in Höhe von 567000 Euro an.

Die größte Ausgabe muss die Gemeinde heuer für die Investitionsumlage für die Ertüchtigung der Kläranlage in Rott leisten: Der Anteil der Gemeinde Reichling beträgt voraussichtlich 465000 Euro. Diesen Betrag wird die Gemeinde jedoch durch die Verbesserungsbeiträge dann auch wieder einnehmen. Im Bereich Wasser und Abwasser sind 28400 Euro für Verbesserungen oder technische Neuerungen in der Wasserversorgung, 7000 Euro für die wasserrechtliche Erlaubnis und 34000 Euro für die Abwasserplanung für Gimmenhausen einkalkuliert.

Sehr viel hat sich die Gemeinde in Sachen Straßen- und Wegebau sowie Erschließungsmaßnahmen vorgenommen. Für den Griesacker in Ludenhausen sind heuer 130000 eingeplant, für Tiefbauarbeiten im neuen Gewerbegebiet im Ortsteil Reichling 145000 Euro und für die Straßenbaufertigstellung im Ludenhausener Riederweg 55000 Euro. Ebenfalls 55000 Euro sind für die Erschließung des neuen Baugebietes Leitenberg Nord in Ludenhausen geplant. Für die Dorferneuerung Ludenhausen fällt für die Fertigstellung der Kirchenmauer heuer noch ein Restbetrag in Höhe von 47000 Euro an.

Auch in den Brandschutz investiert die Gemeinde heuer einiges: Ein neuer Löschwasserbehälter kostet rund 65000 Euro, und für Anschaffungen für den Digitalfunk sind für die Reichlinger Feuerwehr 23000 Euro und für die Ludenhausener Wehr 17000 Euro eingeplant. Hierfür kann die Gemeinde jedoch mit Zuschüssen in Höhe von 9350 Euro rechnen. Für den Kindergarten gibt die Gemeinde 235350 Euro für Löhne und Sozialversicherungen aus. An Schulverbandsumlage sind 123280 Euro für die Grundschule und 48300 Euro für die Mittelschule zu zahlen.

Die Kreisumlage schlägt mit 506450 Euro zu Buche. Auf der Einnahmenseite kann die Gemeinde unter anderem 627000 Euro als Gemeindeanteil an der Einkommensteuer, 100000 Euro an Gewerbesteuern sowie Schlüsselzuweisungen in Höhe von 389700 Euro erwarten.

Manuela Schmid

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