Den Heizcontainer gut verstecken?

Die neue Heizungsanlage für den Wärmeverbund aus Schule, Turnhalle, Rathaus und Bürgerhaus wird teurer als ursprünglich geschätzt. Grund ist ein neuer Ölkessel, der zusätzlich zum bereits beschlossenen Pelletskessel eingebaut werden soll. Zu dieser Investition von immerhin 40000 Euro rät die planende Ingenieurfirma, weil der vorhandene Kessel bereits 16 Jahre alt ist und in absehbarer Zeit ohnehin ausgetauscht werden müsste.

„Wir gehen von einer Nutzungsdauer von 20 Jahren aus“, so Matthias Domke von der Firma Ebert Ingenieure. Es sei günstiger, den Ölkessel im Zuge der großen Umbauarbeiten in diesem Sommer gleich mit auszutauschen statt in wenigen Jahren einen erneuten Umbau in Angriff zu nehmen. Der Heizungsraum sei sehr eng, zumal nach Einbau des Pelletskessels. Domke: „Das wird schwierig und teuer.“ Trotz der Zusatzkosten einigte sich der Gemeinderat schließlich einstimmig auf den neuen Ölkessel. Wie eine Fertiggarage Dagegen scheiterte Bürgermeister Wilhelm Lehmann (CSU) mit dem Versuch, noch einmal die Containerlösung ins Spiel zu bringen. Bereits im November hatte der Gemeinderat es abgelehnt, die neue Heizzentrale in einem extra Gebäude, optisch einer Fertiggarage ähnlich, unterzubringen. Damit wären keine Umbauarbeiten im Schulkeller angefallen, und das ganze Projekt wäre um etwa 20000 Euro günstiger ausgefallen. Der Gemeinderat empfand das Gebäude allerdings als optische Verschandelung. Lehmann hatte nun einen Firmenvertreter zum Referat eingeladen. Der Container müsse nicht unbedingt doppelstöckig sein, ließe sich also „gut verstecken“, erklärte der Bürgermeister. Dem Gemeinderat ge-nügte das jedoch nicht, um den früheren Beschluss aufzuheben. Per Geschäftsordnungsantrag von Christian Scheifele (CSU) lehnte das Gremium es ab, das Thema noch weiter zu behandeln – daraufhin musste der extra eingeladene Referent unverrichteter Dinge wieder ab- ziehen. Das ganze Projekt soll jetzt ausgeschrieben und in der Zeit von Juli bis September durchgeführt werden. Wie Domke versicherte, fallen die aufwändigsten Arbeiten in die großen Ferien, so dass der Schulbetrieb nicht beeinträchtigt wird. Die neue Heizzentrale wird rund 230000 Euro zuzüglich der Umbaumaßnahmen im Schulkeller kosten.

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