"Hochzufrieden" nach verdientem Sieg – HCL schlägt Trostberg

Bastian Simmler (re.) und seine Teamkollegen vom HC Landsberg hatten gegen Trostberg wenig Mühen. Foto: Krivec

Christian Augst versuchte alles, fuhr sogar extra lange Wechsel, doch es half alles nichts. Selbst drei Alleingänge brachte der HCL-Topscorer im Spiel gegen den TSV Trostberg nicht im Gehäuse unter. Das schöne für die Riverkings derzeit: Trifft er einmal nicht, treffen eben andere. Mit 8:2 (5:0, 2:1, 1:1) schickte man die Chiefs vor 451 Zuschauern nach Hause und ließ dabei noch jede Menge guter Gelegenheiten liegen. Erfolgreichste Punktesammler waren diesmal Roland Hanemann (1 Tor/4 Assists) und Andreas Guggenmos (1/3).

"Wir hatten ja nicht Chancen für zwei Spiele, sondern für drei", befand Kapitän Markus Haschka, der auch mit dem Spielverlauf nicht ganz zufrieden war. "Im ersten Drittel haben wir richtig gut gespielt, danach hatten wir offensichtlich schon wieder vorzeitig gewonnen und haben das nicht mehr voll durchgezogen. Sonst kann dieses Spiel auch 15:2 ausgehen." Dass dem nicht so war, lag aber auch an Georg Hirschvogl im Tor der Trostberger. Er war trotz der klaren Niederlage deren bester Mann. Mehrfach entschärfte er spektakulär Alleingänge der Riverkings mit Fang- oder Stockhand, bei den Treffern war er meist chancenlos. Dabei waren es die Gäste, die spektakulär losgelegt hatten. Schon nach 40 Sekunden zog Martin Hagenmeister, neben Hirschvogl auffälligster Trostberger, über rechts ins Drittel und setzte seinen Schuss an die Latte hinter Michael Falkenberger. Das war es dann aber auch schon mit der Herrlichkeit beim TSV. Andreas Guggenmos verfehlte zunächst noch das leere Tor (4.), setzte dann aber einen Handgelenksschuss zum 1:0 in den rechten Winkel. Nur 13 Sekunden später lief Bastian Simmler über rechts allen davon - 2:0. Auch die Treffer Nummer 3 und 4 gab es im Doppelpack: Roland Hanemann fälschte einen Schuss von Heringer unhaltbar ab, Weis traf per Schlenzer (jeweils 12.). Als Simmler noch vor der ersten Pause nach feiner Vorarbeit von Guggenmos auf 5:0 erhöhte, war die Partie entschieden. Dass die Riverkings danach geradezu fahrlässig mit ihren Chancen umgingen, rächte sich nicht mehr, der klare und verdiente Sieg geriet nie in Gefahr. "Mit diesem Start sind wir natürlich hochzufrieden", so Haschka, der sich nicht nur über Tabellenplatz zwei (Pfronten hat allerdings schon drei Spiele mehr), sondern auch über den stetig wachsenden Zuschauerzuspruch freut. Diesmal stellte man mit 451 Besuchern wieder einen Vereinsrekord auf. Haschka: "Der absolute Hammer, nicht einmal hinter vorgehaltener Hand hätten wir so etwas zu hoffen gewagt. Es macht natürlich Riesen-Spaß, vor so einer positiven Kulisse zu spielen." Mit einem derartigen Zuschauerzuspruch ist am kommenden Wochenende nicht zu rechnen, wenn die Riverkings am Samstag um 19:45 Uhr im Curt-Frenzel-Stadion gegen den Augsburger EV antreten. Sportlich könnte die Geschichte aber durchaus reizvoll werden. "Vor zwei Wochen hätte ich noch gesagt, das wird eine klare Sache für uns, aber inzwischen sieht das ein bisschen anders aus", meint Haschka angesichts zuletzt respektabler Ergebnisse der Augsburger. Viel dürfte davon abhängen, ob die Bundesliga-Junioren auf seiten des AEV mitspielen. Das Ziel ist dennoch klar: "Wir wollen und werden da auch gewinnen", so der Kapitän. Die Fans der Riverkings dürfen sich danach schon auf ein weiteres Highlight freuen. Am Freitag, 2. Dezember (20 Uhr) kommt der EV Bad Wörishofen nach Landsberg. Mit den Kneippstädtern, die erwartungsgemäß ebenfalls in der Spitzengruppe der Landesliga liegen, lieferte man sich schon in der Bezirksliga hoch emotionale Derbys. HC Landsberg - TSV Trostberg 8:2 (5:0, 2:1, 1:1). 1:0 (8.) Guggenmos (Heringer), 2:0 (9.) Simmler (Guggenmos, Hanemann), 3:0 (12.) Hanemann (Heringer), 4:0 (12.) Weis (Guggenmos, Hanemann), 5:0 (20.) Simmler (Guggenmos, Hanemann), 5:1 (21.) Hagenmeister (Feldner, Wehle), 6:1 (25.) V. Dollhofer (Hess), 7:1 (40.) Simmler (Hanemann), 7:2 (47.) Wehle (Hagenmeister), 8:2 (56.) Klemm (V. Dollhofer). - Zuschauer: 451. - Strafen: Landsberg 10, Trostberg 8 Minuten.

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