Die Red Hocks auf Siegeskurs

Alles lief an diesem dritten und letzten Spieltag auf ein Duell zwischen den Gästen aus Ingolstadt und dem Gastgeber VfL Kaufering hinaus. Beide Mannschaften hatten bereits die Lumberjacks aus Rohrdorf klar besiegt. Im dritten Spiel des Tages traten dann die favorisierten Ingolstädter gegen die Kauferinger Red Hocks an. Kurz nach dem Anpfiff erzielten die Red Hocks den ersten Treffer, zwei weitere folgten noch in der ersten Halbzeit. Die Ingolstädter verfielen in einen Schockzustand.

In der ersten Begegnung im November 2009 hatten die Ingolstädter die Kauferinger mit 12:1 noch vom Platz gefegt. Die zweite Partie im Dezember hatte 4:4 geendet, wobei den Ingolstädtern der Ausgleichstreffer erst in der letzten Sekunde geglückt war. Im Anschluss an das Spiel hatte der damalige Trainer Bernhard Kathrein gestanden: „Dieses Unentschieden fühlt sich fast wie eine Niederlage an.“ Trotzdem gingen die Ingoldstädter am letzten der drei Spieltage mit elf Punkten Vorsprung an den Start. Selbstbewusst traten sie auf. Schon wegen ihrer Überzahl und in düstere überwiegend schwarze Trikots gekleidet und mit einheitlichen Schutzbrillen ausgestattet, dominierten sie die Lechauhalle optisch. Im Spiel gegen die Rohrdorfer Lumberjacks hatten sie die Zuschauer mit einem kraftvollen Spiel und knallharten Schüssen aus der zweiten Reihe beeindruckt. Aber genau dort setzte die Taktik der beiden Kauferinger Trainer Rasso Schorer und Michael „Drummy“ Riedl an. Es galt, die Stürmer aus Ingolstadt genauestens zu decken und in Zweikämpfe zu verwickeln, so dass Schüsse aus der zweiten Reihe unmöglich würden. Damit durchkreuzten die Kauferinger nicht nur das Spiel der Ingolstädter. Nach nur 51 Sekunden und vollkommen unerwartet gingen sie sogar in Führung. In der 10. und der 13. Minute erzielten sie weitere Treffer. Das verunsicherte die Ingolstädter offensichtlich. Die Red Hocks hingegen staunten über sich selbst. Was folgte war eine Art Kollektiv-Vision vom Sieg – nicht von einem gefühlten sondern einem echten. Die Jungs in der Abwehr kämpften um jeden Ball. Die Kauferinger Stürmer überzeugten durch präzise Pässe und klug gespielte Kombinationen. Neben dem sehr guten Zusammenspiel hatten einzelne Spieler immer wieder ein Gespür für Sololäufe, bei denen sie die Abwehr der Ingolstädter wie Kegel stehen ließen und ins Tor trafen. Das Spiel endete mit 8:3 verdient für die Kauferinger. Auch wenn das in der Gesamtwertung für den Meistertitel nicht reichte, waren sie an diesem Tag die glücklicheren Sieger. Denn wem ein Unentschieden schon wie eine Niederlage vorkommt, dem wird eine echte Niederlage wie ein Albtraum erscheinen. Der Meistertitel wird für die Ingolstädter einen leicht bitteren Beigeschmack haben. Und die Red Hocks? Sie sind auf Siegeskurs. Die nächste Saison kann kommen...

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