Mit Holz, Jute, Sand und Erde

Eine „hohe Aufenthaltsqualität“ soll die Brachfläche am früheren „Franky“ neben der Schlossbergschule durch den neuen Schlossgarten bekommen. Animation: Stadt LL

Das Preisgericht hatte sich schon im März entschieden, jetzt votierte auch der Bauausschuss für den Entwurf von Maximilian Hartinger und Julia Ulrich. Danach soll auf dem derzeit brach liegenden Areal der ehemaligen Gaststätte „Franky’s“ noch im Jahr des 850. Stadtjubiläums ein „Schlossgarten“ entstehen. Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) kürte das Siegerpaar nach der Abstimmung im Sitzungssaal und übergab das Preisgeld in Höhe von 700 Euro.

Die Ratsmitglieder waren allesamt sehr angetan von den Ergebnissen des studentischen Wettbewerbes. „Diese Arbeiten und das Engagement der Studenten verdienen allerhöchsten Respekt“, betonte etwa Jonas Pioch (Landsberger Mitte). Immerhin seien die Wettbewerbsvorschläge in den Semesterfe­rien erarbeitet worden. Dafür gibt’s nun ECTS-Punkte. Einstimmig sei das Votum des Preisgerichts für „850/Schlossgarten“ ausgefallen, betonte Jurymitglied und SPD-Stadträtin Ann-Marie Rist. Dieses Konzept – Maximilian Hartinger und Julia Ulrich durften es im Bauausschuss selbst präsentieren – sei in seiner Umsetzbarkeit am besten und sehr wirt­schaftlich erschienen und belege den temporären Charakter der Anlage sehr deutlich. „Die Beiden haben den Preis wirklich verdient.“ Oberbürgermeister Neuner konnte dem nur beipflichten: „Das gefällt mir gut und ist definitiv besser als der jetzige Zustand.“ Die beiden Studenten der TU München haben einen „spannungsvollen Wechsel von hoch und niedrig, eng und weit kreiert“, lobt die städtische Landschaftsplanerin Pia Becker. Grün und gärtnerisch solle das Areal hauptsächlich werden: Jutesäcke, mit Sand und Erde befüllt, werden die Beete abgrenzen. Die Bepflanzung stellt eine Mischung aus hohen und tiefen Gewächsen dar. „Aus Jutesäcken und Holzplanken werden Bühnen gebaut, die zum Beispiel auch als Sonnendeck genutzt werden können.“ Der „Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für mehrere Jahre“ soll im August entstehen. Die Studierenden werden die Installation in einem gemeinsamen Bauworkshop im Rahmen der Lehrveranstaltung „Praktizierte Technik der Landschaftsarchitektur“ errichten und danach an die Stadt übergeben. Zuvor aber müssen Hartinger und Ulrich die Ausfüh­- rungsplanung sowie Kostenschätzung erarbeiten und im Bauausschuss – zur Genehmigung der „außerplanmäßigen Mittel“. Selbiges gilt für Sophie und Felix Rainer sowie Dayana Valentien. Sie haben mit ihrem Konzept „Stadt Band Fluss“ den 2. Platz und 400 Euro Preisgeld gewonnen.

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