Die Honigbiene in Gefahr – Grünen-Delegation besucht Lehrbienenstand in Landsberg

Wer dieser Tage eine Bäckerei besucht und sich das Gewimmel auf den süßen Teilchen anschaut, würde nicht auf die Idee kommen, dass ihr Bestand gefährdet ist. Bienen und Wespen wohin man sieht. Doch gerade der Lebensraum der Honigbiene wird durch die moderne Landwirtschaft immer mehr eingeschränkt. Darüber hat sich am Dienstag eine Delegation der Grünen informiert.

Zusammen mit dem Imkereifachberater des Bezirks Oberbayern Arno Bruder und der Bezirksrätin Martina Neubauer besuchten der Fraktionsvorsitzende Sepp Daxenberger und der energie- und umweltpolitische Sprecher Ludwig Hartmann den Lehrbienenstand des Agrarbildungszentrums des Bezirks Oberbayern. Wie es in einer Presseinformation heißt, nimmt das Angebot an blühenden Pflanzen von Jahr zu Jahr ab. Nach der Rapsblüte gibt es in Feld und Flur fast keine blühenden Felder mehr. Honigbienen, Hummeln und Wildbienen ernähren sich fast ausschließlich vom Nektar und dem Pollen blühender Pflanzen. Verschwinden die blühenden Pflanzen aus der Landschaft, so auch die Nahrungsquellen dieser Insekten. Damit werde ihre Lebensgrundlagen gefährdet. Arno Bruder schlug daher vor, bei Wiederbegrünungsmaßnahmen, beispielsweise beim Straßenbau eine Fachkommission einzurichten, bei der auch Landwirtschaftsexperten gehört werden, um durch die Wahl geeigneter Pflanzen den Lebensraum der Bienen zu vergrößern. Erfreulich sei dagegen ein Trend in der Landwirtschaft, auf brachliegenden Feldern und Koppeln so genannte Bienenwiesen anzupflanzen. Ebenso positiv sei die Tatsache, dass die Bezirke Oberbayern und Schwaben einen Zuwachs an Imkern zu verzeichnen hätten. Sichtlich interessiert verfolgten die Politiker die Ausführungen des Imkereifachberaters, die von dem Präsidenten der Deutschen Berufsimker Manfred Pederer und dem Vorstand der Starnberger Imker Hubert Dietrich ergänzt wurden. Großen Anklang fand auch die Ausstattung des Landsberger Lehrbienenstands. Die traditionsreiche Institution, die im Jahr 2012 ihren 100. Geburtstag feiert, verfügt über 40 Lehrbienenstände mit 30 bis 40 Bienenvölkern und gilt als wichtigstes Ausbildungszentrum der oberbayerischen und schwäbischen Imkerschaft.

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