Anfahrtszone für das Hotel Goggl?

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Ob der Hotelgast direkt vor dem "Goggl" zum Koffer ausladen halten darf, soll morgen Abend der Stadtrat entscheiden.

Landsberg – Erich Wiedner hat die Nase gestrichen voll. Nicht wenige seiner Kollegen lachen ihn aus und die Kundschaft wettert auf Teufel komm raus. Warum? Weil Wiedner ein Hotel sein Eigen nennt, vor dessen Eingang absolutes Halteverbot gilt.

Nur mal schnell halten, um die Koffer auszuladen, ist vor dem „Goggl“ am Hauptplatz nicht erlaubt – seit der Sanierung des Platzes. Jetzt hat der Hotelier offiziell einen Kurzzeitparkplatzes vor seinem Haus beantragt.

Bereits Ende August berichtete der KREISBOTE unter der Überschrift „Kofferschleppen de Luxe“ vom Ärger vor dem renommierten Hotel im Zentrum der Altstadt. Seither hat sich nichts geändert, was wenig verwundert, denn die Verkehrsregelung auf dem neuen Hauptplatz ist ja beschlossene Stadtratssache. Ans Aufgeben aber denkt Wiedner nicht, immerhin soll sein Antrag heute Abend im Stadtrat behandelt werden – mit Informationen zur Situation unter „Verschiedenes“, wie OB Mathias Neuner wissen lässt.

Ein Hoffnungsschimmer für Wiedner und seine strafzettelgeplagten Gäste? Wohl kaum, denn OB Neuner weist auf Anfrage ausdrücklich darauf hin, dass die Hauptplatzplanung von Anfang an vorsah, sowohl den fließenden als auch den ruhenden Verkehr zu reduzieren – von diesem Grundsatz solle nicht abgewichen werden.

Zudem blickt Neuner, der die Lage Mitte September vor Ort ausführlich mit Wiedner besprochen hatte, auf die hoteleigene Tiefgarage mit zwölf Stellplätzen im rückwärtigen Bereich und auf den nahen Ausgang der Tiefgarage Schlossberg. Dort könne der Gast sein Auto zum Einchecken „eine halbe Stunde umsonst abstellen“, betont der OB, somit bestünden ausreichend Möglichkeiten, kurzfristig zu parken. Im übrigen wäre der beantragte Stellplatz mit einem eingeschränkten Halteverbot nicht exklusiv für die Hotelgäste.

Erich Wiedner stimmt das alles nicht zufrieden. „Wenn bei uns ein Zimmer gebucht wird, benötigt der Gast auch kurze Zeit, um sein Gepäck auszuladen.“ Der Stadtrat möge seinen Antrag wohlwollend prü­- fen und positiv entscheiden, „um den Weiterbestand eines renommierten Hotels im Zentrum unserer schönen Stadt nicht zu gefährden.“ Einen solch drastischen Schritt empfände denn auch OB Neuner als „großen Verlust“.

Toni Schwaiger

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