Hübscher weißer Schwan

Mit Liedern und Tänzen sorgen die Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums Landsberg für den musikalischen Rahmen der Einweihungsfeier. Fotos: Osman

Die energetische Sanierung ist abgeschlossen, die neuen Gebäudeteile fertiggestellt. Damit ging am Sonderpädagogischen Förderzentrum nun eine zweijährige Baumaßnahme zu­ende. Am Dienstag feierte die Schulfamilie gemeinsam mit Kommunalpolitikern und Ehrengästen offiziell die Einweihung.

Die Entscheidung zugunsten der Sanierung fiel, als durch das Konjunkturprogramm II eine ent­sprechende Förderung ermöglicht wurde – „ein Geschenk des Himmels“, wie Elternbeiratsvorsitzender Elmar Huber sagte. 1,2 Millionen Euro wurden dem Landkreis Landsberg aus dem Konjunkturpaket zugesagt, hinzu kamen rund 1,4 Millionen Euro vom Freistaat. Insgesamt investierte der Landkreis knapp 5,9 Millionen Euro in die Baumaßnahme, so Landrat Walter Eichner (CSU). Dafür wurden unter anderem Fassaden gedämmt, Fußböden erneuert, eine Aufzugs- und eine Treppenliftanlage eingebaut, Fenster ausgetauscht und teilweise die Dacheindeckung erneuert. Darüber hinaus entstanden ein kleiner Anbau mit neuen Klassenräumen und eine neue Mensa, die vor allem für die Ganztagsbetreuung der Schüler gebraucht wird. „Aus dem grauen Entchen ist ein hübscher weißer Schwan geworden“, lobte Elternbeiratsvorsitzender Huber. „Die renovierten und neuen Räume bieten uns optimale Voraussetzungen für unsere Arbeit“, freute sich denn auch Schulleiterin Monika Jacoby-Mittermaier. Ab September wird es in der Schule am Luisenhof allein zehn gebundene Ganztags- und 13 Halbtagsklassen geben, dazu Angebote zur Schulvorbereitung, Mittags- und Nachmittagsbetreuung. Doch die Aufgaben der Sonderpädagogik beschränken sich nicht auf die eigene Institution, wie Festredner Professor Ulrich Heimlich betonte. „Förderzentren sind ganz klar auf allgemeine Schulen ausgerichtet.“ Im Rahmen mobiler Dienste werde an Grund- und Mittelschulen dringend notwendige Hilfe geleistet. „Große Sorgen macht mir noch die Sekundarstufe“, sagte Heimlich. Sonderpädagogischer Förderbedarf bestehe durchaus auch an Realschulen und Gymnasien. Ein Drittel weniger Ministerialrat Erich Weigl, in den 70er Jahren selbst Lehrer an der damaligen Landsberger „Sonderschule“, trug seine Glückwünsche in gereimter Form vor. Die leitende Architektin Annette Degle rechnete vor, dass dank der Sanierung künftig ein Drittel weniger Energie verheizt werden muss und der CO2-Ausstoß der Schule um ein Drittel gesunken ist. Mit Liedern und Tänzen sorgten die Schüler und der Lehrerchor für den musikalischen Rah­men der Veranstaltung. Den kirchlichen Segen sprachen Pfarrer Detlev Möller und Stadtpfarrer Michael Zeitler.

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