Hütte für die "Schule am See" – Campingplatz St. Alban im Umbruch

Ein Herz für Saisoncamper, eine Erweiterung des Campingplatzes und dann noch Raum für eine Bootshütte des Ammersee-Gymnasiums – in den nächsten Tagen soll die Wunschliste des Landkreises Landsberg an die Marktgemeinde gehen, welche Eckpunkte künftig für das Gelände in St. Alban festgeschrieben werden.

In Dießen ist man gerade dabei, mit dem Entwurf eines neuen Flächennutzungsplanes Voraussetzungen für alle weiteren Planungen zu schaffen (siehe unten stehenden Bericht). Ein Augenmerk liegt hierbei auf dem Uferstück nördlich des St. Albaner Badegeländes, in weiten Teilen im Eigentum des Landkreises oder von diesem angepachtet. Erst vor kurzem haben auch die letzten Dauercamper das Feld geräumt. Die Marktgemeinde hatte nämlich beschlossen, keine langfristig abgestellten Wohnwagen mehr auf dem Campingplatz zuzulassen. Weil es baurechtlich dafür keine Voraussetzung gibt, war man in der Kreisverwaltung dem Wunsch der Gemeinde Dießen, die die planerische Hoheit hat, nachgekommen und hatte den Campern kündigen lassen. „Wir müssen uns dem beugen, auch wenn wir es bedauern“, erläutert Kreiskämmerer Jürgen Felbinger. In Landsberg würde man jedoch weiterhin begrüßen, zumin- dest Saisoncamper – von Frühjahr bis Herbst, aber ohne Winterstellplatz – zuzulassen, weil damit der Campingplatz auf ganz anderen finanziellen Füßen stehe. Pächter Ivan Pavic hatte vor kurzem erst viel Geld für Renovierungsarbeiten in die Hand genommen. Für den Grundstücksteil im Norden, in dem die letzten Jahre ausschließlich Kurzurlauber ihre Zelte aufgeschlagen haben, existiert dagegen ein Bestandschutz. Weil viele Tagesgäste kommen, sei es aus Sicht des Landkreises wünschenswert, den Campingplatz nach Norden hin zu erweitern. Erste Gespräche in Sachen Naturschutz seien bereits geführt worden, laut Felbinger gibt es positive Signale dafür, zumindest einen Teil der Fläche, bis zur schützenswerten Feuchtwiese, nutzen zu dürfen. "Schule am See" Vordringlich aber sei zunächst eine Lösung für die Kinder des Ammersee-Gymnasiums. Kreiskämmerer Felbinger dazu: „Wir stehen im Wort, für die ,Schule am See‘ auch eine direkte Beziehung zum Ammersee zu schaffen.“ Schüler des Wahlfaches Rudern wünschen sich eine Bootshütte, die so gestaltet werden könnte, dass sie auch fächerübergreifend, etwa im Biologieunterricht, einsetzbar ist, so die erste, grobe Vorstellung. Für dieses Häuschen solle ein Bereich des südlichen Campingplatzes frei gemacht werden.

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