Improvisation in Afrika

kb

Landsberg – Engagierte Ärzte und Pflegekräfte aus Landsberg gründeten 2005 den Verein „Humanitäre Hilfe“. Seitdem betreut die Organisation Projekte in Ländern, die medizinische Hilfe benötigen. Kürzlich blickte der Projektleiter in Kamerun, Dr. med. Soeren Gatz, zurück auf die Aktivitäten in 2013.

Wichtigster formaler Tagesordnungspunkt war nach dem Jahresrückblick durch Herrn Dr. Werner Müller die Entlastung des bisherigen Vorstandes und der Kassenwartin, vertreten durch Dr. med. Barbara Buchner und Thomas Weinhold. Nach der Wahl steht nun Müller dem Verein vor. Er wird unterstützt durch Renate Kindermann, Dr. med. Karin Bitzkowski (Stellvertreter),Gabriela Rieger (Schriftführung) und Weinhold (Schatzmeister).

Unterstützt werden im Moment drei Krankenhausprojekte in Ndoungé, Mayo Darlé, Fontem, so wie das Schulprojekt Luca Elias Wöls Schule in Shukai. Der Schwerpunkt der Aktivitäten der Humanitären Hilfe liegt derzeit in Kamerun, Afrika.Darüber berichtete der frisch aus Kamerun eingeflogene Projektleiter der Humanitären Hilfe, Dr. Soeren Gatz. Er war wegen der langen Rückreise bereits seit 36 Stunden auf den Beinen.

Umso frischer waren seine afrikanischen Eindrücke, die er den Anwesenden nahe brachte. Gatz führte allen anhand von Krankheitsbildern deutlich vor Augen, wie wichtig für die Erkrankten das Engagement der Humanitären Hilfe ist, das die bestmögliche medizinische Hilfe und den aktuellen Wissensstand nach Kamerun bringt. So wird auf der einen Seite an der Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung der armen Landbevölkerung gearbeitet und auf der anderen Seite das einheimische Klinikpersonal durch Wissenstransfer besser qualifiziert.

An eindrucksvollen Beispielen zeigte Gatz, dass die Hilfe nicht nur auf dem medizinischen Bereich beschränkt bleibt, sondern auch Organisation, Improvisation und Kreativität gefragt sind. Etwa musste ein neuer Ofen zum Verbrennen von gebrauchtem Verbandsmaterial aus feuerfesten Steinen gebaut werden. Doch diese Steine gab es nur in 1000 Kilometer Entfernnung. Also mussten sie dort beschafft werden, eine andere Möglichkeit gab es nicht.

Das pünktliche Erreichen des Flugzeugs nach Europa verdankte Dr. Soeren Gatz dann letztlich auch der Improvisation und Geschicklichkeit seines afrikanischen Fahrers, denn dieser musste ein qualmendes Rad auswechseln. „Auch das ist Afrika“, sagte Gatz.

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