"Immer im Einsatz"

Verdientermaßen gewürdigt: Ehrenamtlern aus allen Gesellschaftsbereichen wurden am Freitagabend von Oberbürgermeister Ingo Lehmann und der 3. Bürgermeisterin Sigrid Knollmüller Stadtehrennadeln in Silber und Gold und Anerkennungsurkunden verliehen. Foto: Ruile

Beim Kommunalen Ehrenabend haben Oberbürgermeister Ingo Lehmann und die 3. Bürgermeisterin Sigrid Knollmüller am Freitagabend 26 besonders verdiente Bürger im Festsaal des Historischen Rathauses ausgezeichnet. Für herausragendes ehrenamtliches Engagement überreichten sie vier Anerkennungsurkunden, 14 Ehrennadeln in Silber sowie acht Ehrennadeln in Gold.

Dass die Liste der zu Begrüßenden lang sei, wie selten und neben Honorationen aus allen Gesellschaftbereichen auch zahlreiche Stadträte den Weg ins Rathaus gefunden hätten, verdeutliche die hohe Wertschätzung, die man Ehrenamtlern allenthalben entgegenbrächte. Mit diesen Worten hieß Lehmann die 26 Ehrengäste des Abends in der „guten Stube“ Landsbergs, dem Festsaal des Historischen Rathauses, willkommen. Etwa jeder dritte Bürger versieht ein solches „ehrenvolles, freiwilliges Amt, das nicht auf Verdienst ausgerichtet ist.“ Ein ganz wichtiger Faktor sei die Kontinuität, mit der dies geschehe. Wenigstens 15, einmal gar 62 Jahre lang hatten die versammelten Ehrenamtler denn auch schon „auf dem einmal auserkorenen Posten“ ausgeharrt. „Bitte bleiben Sie dran,“ lautet so auch die Bitte des Stadtoberhaupts an die Geehrten. Kritisch setzte Lehmann sich mit den vom Sozialministerium angestoßenen Überlegungen zur Einführung der Ehrenamtscard auseinander: Ein nur geringer wirtschaftlicher Nutzwert stehe hier einem enorm hohen emotionalen Wert gegenüber. Wer die Karte nicht erhalte, werde das als persönliche Zurücksetzung erleben. „Ehrenamt gegeneinander zu gewichten ist sehr schwierig,“ sagt OB Lehmann und zitiert einen Bürgermeister aus dem Landkreis, der die Ehrenamtscard als ein „bürokratisches Monster“ beschreibt. „Ganz ähnlicher Meinung“ war Landrat Walter Eichner. In der Dienstbesprechung mit den Bürgermeistern des Landkreises, wird er das sensible Thema in dieser Woche erörtern. Auch Eichner weiß: „Man kann damit mehr kaputt machen als erreichen.“ Eine kleine „akustische Störung“ erlebte die feierliche Verleihung übrigens durch einen Ehrenamtseinsatz: Mit lautem Stiefelgepolter hastete mit einem Mal die anwesende Riege der Freiwilligen Feuerwehr die Holztreppen hinunter. Ihr Meldeempfänger hatte Signal gegeben – Fehlalarm im Klinikum, wie sich herausstellte.

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