Immer neue Ziele ansteuern

Die Besten ihres Jahrgangs: Marina Jendrysik, Theresa Geiger, Claudia Hobrack, Petra Keller und Simon Strobl (von links), eingerahmt von Schulleiter Oswald Kurr (ganz links) und Stefan Jörg (Kreisverband der Volks- und Raiffeisenbanken). Foto: Osman

310 Absolventen der Beruflichen Oberschule Landsberg haben in der vergangenen Woche ihr Zeugnis der Fachhochschulreife erhalten. 77 von ihnen schlossen den Ausbil­- dungszweig Sozialwesen an der Fachoberschule (FOS) erfolgreich ab, 60 schafften es im Bereich Technik, 97 in der Ausbildungsrichtung Wirt­-schaft. 30 Mal wurde das Fach­abiturzeugnis an Absolventen der Berufsoberschule (BOS) in Technik verliehen und 46 Mal in Wirtschaft. Stolze Zahlen auf der ganzen Linie.

Rechnet man noch diejenigen dazu, die an FOS und BOS in diesem Jahr die Hochschulreife erlangten, kommt man auf 369 Absolventen. „Damit haben wir mehr Hochschulzugangsberechtigungen ausgestellt als alle Gymnasien des Landkreises zusammen“, vermeldete Schulleiter Oswald Kurr. 15 der ange­tretenen Prüflinge verfehlten allerdings das Ziel. Überwältigt angesichts der Zahlen zeigte sich die Landsberger Bürgermeisterin Sigrid Knollmüller (CSU). „Man sieht, dass Landsberg ein populärer Schulstandort ist.“ Da man für eine Abschlusszeremonie dieser Größenordnung entsprechend dimensionierte Räumlichkeiten benötigt, fand die Zeugnisverleihung in der Kauferinger Sporthalle statt. Kurr bescheinigte den Absolventen, dass sie mit ihrer Leistung zufrieden sein können, wies aber gleichzeitig auf die wichtige Rolle der Unzufriedenheit hin. „Sie bringt uns nach vorne, ihr verdanken wir den Fortschritt“, so der Schulleiter. „Ohne Unzufriedenheit würden wir wahrscheinlich immer noch in Höhlen leben oder einem Sonnenkönig zujubeln.“ Immer neue Ziele anzusteuern, heiße also das Motto für die Fachabiturienten. „Der Arbeitsmarkt bietet Ihnen unendlich viele Möglichkeiten“, gab der Schulleiter den Absolventen auf den Weg. Sehr viele Künstler Mit der bestandenen Abschlussprüfung seien sicher auch bei vielen Eltern „einige Steine gepurzelt“, vermutete Elternbeiratsvorsitzende Hildegard Haß-Kränzle. Ein Kompli­- ment machte sie den Lehrkräften an FOS und BOS: „Die größte Kunst des Lehrens ist es, Freude am Schaffen und Erkennen zu wecken. Unter den Landsberger Lehrern sind sehr viele Künstler.“ "Verdammt geile Zeit" Gut funktioniert hat offenbar auch der Zusammenhalt unter den Schülern. Schülervertreterin Amelie Ripke bekundete jedenfalls, man habe sich vor allem „wegen der Leute morgens zum Aufstehen gezwungen“. Gelegentliche Technik­- ausfälle und Baustellenlärm hätten den Lehrbetrieb manchmal erschwert, doch insgesamt sei die Schulzeit „eine verdammt geile Zeit“ gewesen. Nun ist nichts mehr wie es war. Das geregelte Leben mit dem von der Schule vorgegebenen Rhythmus gehört der Vergangenheit an. „Jetzt sind Sie frei“, sagte Stefan Jörg vom Kreisverband der Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis, die in jedem Jahr einen Besten-Preis an die erfolgreichsten Absolventen vergeben. „Freiheit bedeutet aber auch den Zwang, sich entscheiden zu müssen.“ Möglichkeiten gebe es genug. Den Fachabiturienten stünden alle Laufbahnen und Karrieren offen.

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