Inklusion seit 25 Jahren

Schwester M. Antonia Stegmüller zeichnet Gesamtleiter Ulrich Hauser mit der Goldenen Ehrennadel der Caritas aus. Foto: Böckler

25 Jahre gibt es die Magnus-Werkstätten in Holzhausen, Grund genug, mit einem Festakt und einem „Tag der offenen Tür“ zu feiern. Auch der CSU-Landtagsabgeordnete Thomas Goppel, die stellvertretende Land­rätin Ruth Sobotta und Iglings Bürgermeisterin Christl Weinmüller waren der Einladung zu den Feierlichkeiten gerne gefolgt.

Ein „Samenkorn“ wurde damals im Keller des Magnusheimes gelegt, sagte Monsignore Hans Appel, Direktor der Regens-Wagner-Stiftungen, im Wortgottesdienst. „Wir erkannten damals, da draußen auch Menschen vergessen zu haben.“ Seit den bescheidenen Anfängen zwei Stockwerke unter der Kirche wurden die Werkstätten Zug um Zug sowohl von den Räumlichkeiten als auch vom Aufgabenspektrum erweitert. Längst gehören auch eine Wäscherei, der Cap-Markt in Landsberg, der Hofladen in Holzhausen und vieles mehr zu dieser Einrichtung. Die Menschen mit Behinderung stellen zudem Produkte für zahlreiche Firmen her, unter anderem Rational und Hilti. „Hier wird seit vielen Jahren Inklusion betrieben, während die anderen draußen sich des Themas jetzt erst langsam annehmen“, lobte Goppel in seinem Grußwort vor zahlreichen geladenen Gästen und den Mitarbeitern der Werkstätten. „Als wir vor 25 Jahren angefangen haben, standen wir schon einmal vor der Frage, was wir tun, wenn am Montag früh die Treppe zu einem Raum durchgebrochen ist. Solche Sorgen haben wir heute nicht mehr“, erinnerte sich Gesamtleiter Ulrich Hauser an die Anfänge der Werkstätten. „Wir sind inzwischen so erfolgreich, dass wir sogar Teilaufträge an unsere Werkstätten in Ungarn vergeben können“, blickte er zufrieden auf die aktuelle Situation. Am Erfolg der bedeutenden sozialen Einrichtung hat er großen Anteil: Hauser selbst hob die Werkstätten vor 25 Jahren mit aus der Taufe und erhielt dafür beim Festakt von der Caritas die Ehrenurkunde in Gold.

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