Inselbad-Lechstrand

Am M

uttertag war für mich der Start in die neue Badesaison im Landsberger Inselbad. Wie schon immer steuerte ich den Lechstrand an, doch an der Durchgangstüre war Ende - diese war verschlossen. Nach Rückfragen erfuhr ich, das derzeit Unstimmigkeit darüber besteht, ob Wasserwirtschaftsamt Weilheim oder Stadt Landsberg für den Lechstrand zuständig sei, vorallem im Falle eines Unfalls. Darüber kann unbesorgt hinweggesehen werden, gab es bisher erst einen nennenswerten Zwischenfall in den 80er Jahren, als eine Person sich an dem damals noch alten Holzwehr eine Verletzung an einem Nagel zuzog. Am Strand selbst ist mir selbst nichts bekannt und ich lag schon mit meinen Eltern dort. Außerdem... müsste dann nicht ebenso der Strand auf der Mutterturm-Seite überwacht werden? Weiterhin, so erfuhr ich, sei es nicht mehr akzeptabel, das unzählige Personen kostenfrei durch überklettern der Mauer oberhalb des Wehres Zugang zum Inselbad haben. Und nicht nur tagsüber, auch nachts feiern Jugendliche dort wie auch auf unterhalb des Mutterturms ihre Partys und lassen den Müll dort zurück. Das Müll-Problem war übrigens schon einmal Anlass eine Liegefläche beim Lechsteg zu beseitigen. In meiner Jugendzeit war ein Überklettern dieser Mauer unmöglich durch Hindernisse wie Stacheldraht und Eisenstangen, doch durch Anweisung der Stadtbaumeisterin aus angeblich optischen Gründen wurden sämtliche Hindernisse entfernt. Ist es optisch eigentlich schöner wenn Stühle aus dem naheliegenden Cafe als Tritthilfe dort platziert werden? Aber wir haben ja jetzt einen Ordnungsdienst, doch bisher ist mir dieser nur aufgefallen beim Verteilen von Bußgeldern für´s radeln in Fußgängerzone oder wegwerfen von Zigarettenkippen. Doch ich will nicht nur meine Unmut zum Ausdruck bringen, sondern auch Lösungen aufzeigen: 1. Die Stadt soll einen städtebaulichen Wettbewerb für ein Mauerhinderniss starten, vielleicht als passenden Kontrast zum neuen Steg beim Mutterturm. 2. Der Ordnungsdienst soll an den Wochenenden das eine oder andere Mal an der Stelle vorbeischauen, man kann auch dort ausgezeichnet seinen Pausenkaffee einnehmen. 3. Die Schulen führen mit Jugenlichen nach den Pfingstferien Reinigungsaktionen am Lech durch. Ein Inselbad ohne Lechstrand, der einmalig und unvergleichlich ist, wäre für mich nicht vorstell- und nicht hinehmbar, denn ich will und werde mich nicht an heißen Sommertagen auf die total überfüllten Liegewiesen legen. Doch ich habe Hoffnung: Unter www.landsberg.de / "Natur+Freizeit" ist zu lesen: "Zum Schwimmen und Sonnenbaden sind der Lechstrand, das Inselbad am Lech und der Stausee besonders beliebt". Na dann auf gehts in die Badesaison 2011.

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