Vom Jäger zum Gejagten

Vom Jäger zum Gejagten: Der TSV Landsberg mischt nach dem 3:1-Erfolg gegen Tabellenführer Gun­del­fingen im Kampf um die Tabellenspitze in der Fußball-Landesliga Südwest mit. Dementsprechend weiß Spielertrainer Sven Kresin auch schon, was am kommenden Samstag (15:30 Uhr) in Bobingen erwartet: „Die werden Beton anrühren“, glaubt der 36-Jährige. „Das wird uns jetzt wohl öfter so gehen, inzwischen haben alle mitbekommen, was wir offensiv zu bieten haben.“

Die Qualitäten im TSV-Angriff hat zuletzt der FC Gundelfingen zu spüren bekommen. Obwohl der Tabellenführer und Liga-Topfavorit vor gut 200 Zuschauern im Hacker-Sportpark zeitweise das Spiel machte, hatten die Gastgeber die Partie weitgehend im Griff. Dabei spielte den Landsbergern perfekt in die Karten, dass man früh in Führung ging und den Spitzenreiter danach getrost anrennen lassen konnte. Wieder einmal war es Muriz Salemovic, der mit einem Freistoß sein Team mit 1:0 in Führung schoss (7.). Nach einem schönen Spielzug erhöhte Nuscheler nach 21 Minuten auf 2:0, doch schon vier Minuten später zeigten auch die Gäste, dass sie technisch feinen Fußball spielen können, Kerle verkürzte auf 2:1. Kresin: „Da ging es gut durch das Mittelfeld nach vorne, das ist die Art und Weise, wie sie auch sonst zu ihren Toren kommen.“ Kresin selbst, der sich diesmal auf seine Rolle als Coach beschränkte („Die Mannschaft hat sich das in der Woche zuvor auch ohne mich erarbeitet.“), stellte die Truppe in der Halbzeit noch einmal neu ein und sah seine Erwartungen bestätigt. „Gundelfingen ist angerannt, aber wir haben sehr kon­- zentriert gespielt und dann alles klar gemacht.“ Sebastian Nuscheler war es, der mit seinem zweiten Treffern zehn Minuten vor Schluss für die Entscheidung sorgte, aufgelegt hatte wieder Salemovic, der sich im Strafraum sehenswert gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und querlegte. Auf Teufel komm raus Nicht nur für Doppeltorschütze Nuscheler und Lenker Salemovic gab es danach Lob vom Trainer, der insgesamt mit seiner Truppe zufrieden ist und sich darüber freuen kann, dass auch die Neuzugänge inzwischen richtig eingeschlagen haben. „Beispielhaft dafür ist Andreas Fülla“, sagt der 36-Jährige. „Was der in diesem Spiel gerannt ist, ist sagenhaft.“ Generell attestiert der Coach seiner Truppe in dieser Saison den absoluten Siegeswillen, den er sich erwartet. „Die Spieler zerreißen sich für den Erfolg, sie wollen auf Teufel komm raus gewinnen. Und das wird jetzt gewiss nicht schlechter. Diese Mannschaft wird sich sicher nicht zurücklehnen; die wollen mehr.“ Vom Saisonziel abweichen will man deswegen in Landsberg aber noch nicht. „Es bleibt dabei, wir wollen so schnell wie möglich 40 Punkte holen, alles weitere wird man sehen“, gibt Kresin vor. Er warnt ohnehin vor den nächsten Partien: „Wir müssen jetzt zweimal auswärts in Bobingen und Mindelheim und danach zuhause gegen Gerolfing ran, das wird keinen Deut einfacher als beispielsweise das Spiel in Manching.“ Vor den Toren Ingolstadts verlor man bekanntlich mit 1:4. Danach hat man allerdings lediglich beim 1:5 gegen Illertissen noch gepatzt. Aus den letzten fünf Spielen haben sich die Lechstädter mit vier Siegen bis auf den 2. Platz nach vorne gearbeitet und sind nun punktgleich mit Tabellenführer Gundelfingen. Eine Entwicklung, die auch angesichts der attraktiven Spielweise des TSV Landsberg langsam mehr Zuschauer in den Hacker-Sportpark finden lässt, was auch Kresin bemerkt hat: „Uns ist durchaus aufgefallen, dass wir inzwischen Zuschauer haben, die aus dem Fuchstal und der näheren Umgebung zu uns kommen. Das liegt sicher auch daran, dass wir Spieler aus der Region verpflichten konnten, ich denke, die Leute respektieren, dass wir einen ganz ordentlichen Weg eingeschlagen haben.“ Gegen Gundelfingen waren es gut 200 Besucher, wenn es nach dem Verein geht, dürfen es ruhig noch ein paar mehr werden. Der Coach: „Auch die Fans können so ihren Teil zum Erfolg beitragen.“ Die nächste Gelegenheit dazu besteht am 22. September, wenn um 15 Uhr der FC Gerolfing seine Visitenkarte im Hacker-Sportpark abgibt. Bereits am Samstag in Bobingen wird auch der 36-jährige Trainer aller Voraussicht nach wieder ins Geschehen eingreifen, da Benjamin Hauke nicht zur Verfügung stehen wird.

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