Jetzt ist’s auch eine "Schule am See" – Bahnunterführung am Ammersee-Gymnasiumfreigegeben

„Was lange währt, wird endlich gut.“ Das hat Landrat Walter Eichner am Dienstag mit Blick auf die Fertigstellung der Bahnunterführung am Ammersee-Gymnasium (ASG) be­tont. Nicht ohne Grund, denn mehr als fünf Jahre liegt der Planungsauftrag an das Ingenieurbüro Manfred Winderl bereits zu­-rück. Nun konnte die Unterführung offiziell ihrer Bestimmung übergeben weren. „Damit erhält die Schule einen neuen, sicheren Zugang zum See und die Möglichkeit für schulische und sportliche Aktivitäten“, so Eichner.

„Mit der Fertigstellung sind wir nun nicht mehr nur die Schule an der Bahnlinie, sondern auch die Schule am See“, freute sich auch ASG-Direktor Klaus Rechenberger. Dass das Bauprojekt bis zu seiner Umsetzung so lange brauchte, lag nicht nur an den schwierigen Bodenverhältnissen und den langen Verhandlungs- und Genehmigungsphasen, sondern auch an Schwierigkeiten mit Nachbarn. „So haben Klagen das Vorhaben um zwei Jahre verzögert“, erinnerte Eichner. So habe man endgültig erst mit dem Bau im Mai dieses Jahres beginnen können. In der Summe wurden rund 840000 Euro verbaut. Davon übernimmt der Landkreis Landsberg rund eine halbe Million Euro, die Markt gemeinde Dießen beteiligt sich mit 350000 Euro. Ingenieur Manfred Winderl zeigte in seiner Ansprache auf, mit welchen Schwierigkeiten dieses Bauwerk zu kämpfen hatte. Vor allem der hohe Grundwasserspiegel stellte den Planer vor eine große Herausforderung. Immerhin mussten rund 580 Tonnen Beton verarbeitet und zehn Meter tiefe Spundwände gesetzt werden, um den Baukörper abzudichten, führte Winderl an. Dießens Bürgermeister Herbert Kirsch betonte, dass diese Unterführung nicht nur ein Gewinn für die Schule sei, sondern auch für die Bürger von Lachen und St. Alban. Letztlich profitiere auch der Tourismus von der neuen Bahnunterführung. Denn der Landkreis stellt in der schulfreien Zeit den Schulparkplatz für Besucher des Ammersees zur Verfügung. Jetzt könnten diese dann auch sicher die Bahn an dieser Stelle queren, um zu den Freizeitanlagen am See zu gelangen. Der Geschäftsführer der Baye­rischen Regionalbahn, Heino Seeger, beglückwünschte den Landkreis und die Gemeinde für eine äußerst schöne „Eisenbahn-Landschaft“, die nun mit der neuen Bahnunterführung noch attraktiver und vor allem Sicherer geworden ist. Am Ende des Festaktes segnete Pfarrer Manfred Mayr das neue Bauwerk und mit dem Durchschneiden eines weiß-blauen Bandes wurde die Bahnunterführung schließlich für die Öffentlichkeit freigegeben.

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