"Jetzt wird’s eng und knackig"

Angreifer Robert Rakaric (2. v. rechts) und seine Teamkollegen vom TSV Landsberg hatten in Wolfratshausen nicht viel zu melden. Foto: Krivec

Der Ausflug nach Wolfratshausen ist für die Fußballer des TSV Landsberg gründlich daneben gegangen. Mit 0:2 (0:1) verloren sie beim Tabellennachbarn. Damit steckt die Kresin-Truppe wieder mitten im Abstiegskampf der Landesliga Süd.

Dass die Niederlage verdient war, räumt Spielertrainer Sven Kresin unumwunden ein. „Wir waren kämpferisch unterlegen, sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben es nie geschafft, eine Überzahl herzustellen.“ Von dem „feinen Fußball“ der Vorwoche war dementsprechend in Wolfratshausen nichts zu sehen. „Dazu kamen wir gar nicht. Wir wussten ja, dass Wolf­ratshausen vier Hünen mit 1,85 bis 1,95 Meter drin hat, eher einfach spielt und notfalls taktisch foult. Aber wir haben sie laufen und schauen lassen. Wenn dann noch Abstimmungsfehler dazukommen, verliert man auch verdient." Der erneute Patzer ist umso ärgerlicher, als er absolut ver­meid­bar gewesen wäre. „Aber wir setzen das nicht um, was vorher besprochen ist und jedes Mal muss ich wieder das gleiche sagen, das ärgert einen dann auch irgendwann“, so Kresin. Statt sich langsam Luft nach unten zu verschaffen, hat man jetzt mit Gerolfing (Samstag, 15 Uhr, Landsberger Sportzentrum) und danach Affing zwei direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt vor der Brust. „Wir blasen nicht Trübsal, das bringt uns auch nicht weiter. Jetzt wird’s eben wieder eng und knackig in diesen Spielen, scheinbar brauchen die Spieler das. Ich hoffe, sie ziehen endlich einmal die Lehren aus diesen vielen verschenkten Spielen und agieren dann auch dementsprechend. Wenn es geht, sollten wir besser nicht neun Endspiele vor uns haben.“ Erst mal abwarten Bevor nicht endgültig klar ist, dass es für den TSV Landsberg auch nächstes Jahr in der Landesliga weiter geht, wird auch über die Zukunft nicht groß gesprochen. „Man hat mir signalisiert, dass man mit mir reden möchte“, sagt Coach Sven Kresin. „Aber jetzt geht es erst einmal um den Klassenerhalt, das ist eminent wichtig für den Verein und das gesamte Umfeld.“

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