Die Jugend war schon angekommen

Anlässlich der Einweihung und Segnung des neuen Jugendtreffs durchtrennten Bürgermeister Peter Wittmaack und Jugendpflegerin Kristina Krone (Bildmitte), flankiert von Jugendreferentin Helga Gall und dem Organisationsteam des Jugendtreffs, das blaue Band. Foto: Nagl

Zu guter Letzt sei es der vorbildlichen Zusammenarbeit des Gemeinderats zu verdanken, dass nun das neue Jugendzentrum eingeweiht werden konnte. Darüber freute sich Bürgermeister Peter Wittmaack (SPD), der mit Jugendpflegerin Kristina Krone am Freitagnachmittag zur Einweihung und Segnung des Jugendtreffs eingeladen hatte.

Dass der verkehrsgünstige Standort im Ortszentrum neben dem Rathaus und gegenüber des Bahnhofes der richtige sei, daran gebe es mittlerweile keine Zweifel mehr, betonte Wittmaack in seiner kurzen Festansprache. Aber es habe eine Weile gedauert, bis man nach dem zerstörerischen Brand im alten Jugendtreff, der im Rathauskeller untergebracht war, und nach der Kommunalwahl 2008 die richtige Lösung gefunden habe. Das Ziel, einen betreuten Treff für die Jugend zu schaffen, habe der Gemeinderat jedoch nie aus den Augen verloren: Man habe über eine Containerlösung am Sportplatz diskutiert, eine zuschussfähige Planung am heutigen Standort auf die Beine gestellt und später wieder verworfen, weil sie mit zu vielen Auflagen verbunden war, und man habe in den Plänen der Schützen für ihr neues Heim eine Gelegenheit erkannt, dort auch den Jugendtreff unterzubringen. Was jedoch letztlich an der zwingenden Festlegung des Bebauungsplanes Mühlau für Sport- und Erholungszwecke gescheitert sei. Im Sommer 2010 habe der Bürgermeister dann schließlich mit Zustimmung des Gemeinderats an die Zimmerei Fichtl geschrieben: „Hiermit bestelle ich ein Jugendhaus zum festgelegten Preis von 152 000 Euro“. Das Ergebnis durften anlässlich der Einweihung auch die älteren Semester bewundern. Der Holzständerbau verfügt neben einem rund 70 Quadratmeter großen Gruppenraum mit Bar und Bühne über zwei weitere Gruppenräume und ein kleines Büro für die Jugendpflegerin. Mit dem hauseigenen Beamer zeigte Kristina Krone zum Ausklang bunte Fotos von Partys, Kickerturnieren und anderen Aktivitäten, die mittlerweile im Treff stattfinden. Dass die Jugendlichen hier gut angekommen sind, zeigte auch die selbst gestaltete farbenfrohe Deko der Räume sowie schöne Treibholzmobiles, die verträumt an den alten Bäumen im Garten schaukeln. In Kürze soll ein Jugendrat berufen werden, der gemeinsam mit dem Förderverein das Programm koordiniert und begleitet. „Wenn ihr in ein Haus kommt, dann wünscht ihm den Frieden“, sagte Schondorfs neuer Pfarrer Edmund Gleich anlässlich der ökumenischen Segnung, und Pfarrer Dirk Wnendt erinnerte die Anwesenden mit den Worten des Apostels Paulus daran, wie wichtig es zum Gelingen eines gemeinsamen Projekts sei, dass alle Beteiligen die ihnen geschenkten Begabungen einbringen. Gemeinsam überreichten Wnendt und Gleich der Jugendpflegerin und den Jugendlichen ein buntes Holzkreuz, „damit die Jugend unter dem Segen Gottes viel Spaß habe.“

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