Altkleider-Sammlung:

Allein in der Hand der Landkreises?

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Die Aktion Hoffnung möchte im Landkreis weiterhin Altkleider für einen guten Zweck sammeln, auch wenn sie ihre Container nun auf privatem Grund – wie hier bei der Pfarrei „Zu den Heiligen Engeln“ – aufstellen muss.

Landkreis – Das kommt nicht überraschend: Zwei gewerbliche Altkleider-Sammler wehren sich dagegen, dass sie ab dem 1. Juli 2014 im Landkreis Landsberg nicht mehr tätig werden dürfen. 

Wie Viktor Klaus, Abteilungsleiter für Baurecht, Umweltschutz und Abfallwirtschaft im Landratsamt, jetzt im Kreisausschusssitzung mitteilte, sind gegen die Unterlassungsverfügung der Kreisbehörde zwei Klagen anhängig.

Hintergrund ist, wie im KREISBOTEN bereits berichtet, dass der Landkreis ab der zweiten Jahreshälfte 2014 die Altkleidersammlung selbst durchführen will. Auf den Wertstoffhöfen werden dann kommunale Container aufgestellt. Gemeinnützige Organisationen müssen sich für ihre Sammelbehälter andere Standplätze suchen, gewerbliche Sammlungen dürfen gar nicht mehr stattfinden. Diesen Beschluss fasste der Kreistag im März.

Die gewerblichen Sammler erhalten vom staatlichen Landratsamt deshalb nur noch eine befristete Genehmigung bis zum 30. Juni 2014. „Praktisch ist das eine Untersagungsverfügung“, erläuterte Klaus. Von 25 Anträgen seien bisher 14 entsprechend beschieden worden, zwei haben nun Klage eingereicht. Begründet werde die Untersagung mit dem „öffentlichen Interesse, das gewerblichen Sammlungen entgegen­stehe“, so Klaus. Eine diskriminierungsfreie und transparente Vergabe würde durch die Vielzahl an Sammlern erschwert.

Um vor Gericht gute Chancen zu haben, solle der Kreistagsbeschluss zum Zeitpunkt der Verhandlung möglichst weit vorangetrieben sein, riet Klaus. Deshalb bereite man über ein Mannheimer Büro bereits die Ausschreibung der kommunalen Sammlung vor. Man gehe von einem Auftragswert von 360000 Euro und einer Laufzeit von zunächst zwei Jahren aus, erklärte Johann Bernauer, Chef der Kommunalen Abfallwirtschaft. Die Container wolle man zunächst mieten.

Gesammelt werden sollen neben Altkleidern auch Schuhe und Heimtextilien. Alles zusammen ergebe schätzungsweise ein Aufkommen von rund zwölf Kilo pro Einwohner und Jahr, insgesamt also knapp 1400 Tonnen.

Ulrike Osman

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