"Junge Familien werden es danken"

Land

sberg – „Mit dem Lechsteg die Natur genießen...“ will die Initiative „Pro Lechsteg“ um Christl Kreuzer, Gertrud Brandl-Beuth und Steffen Merunka. Ende November haben sich diese Brückenbefürworter zusammengetan. Vor dem Bürgerentscheid am Sonntag traten und treten sie noch mit Infoständen für einen Lechsteg zwischen Karolinenbrücke und Staustufe 15 auf. Im KREISBOTEN-Redaktionsgespräch haben sie ihre Standpunkte erklärt. „Die Brücke ist nötig für unsere jungen Familien!“, ist sich Christl Kreuzer sicher. Sie sieht die Investition als zukunfts-trächtig und betont Landsbergs Vorzüge, die mit einem Lechsteg noch gesteigert werden könnten. Aus ihrem Umfeld gebe es viel Zustimmung für die Brücke, sagen auch die beiden anderen BI-Aktivisten. Steffen Merunka glaubt, dass es eine schweigende Mehrheit für den Lechsteg gibt. Doch die traue sich nichts zu sagen, bleibe zurückhaltender als die, die immer Nein riefen. Die Strategie der Brückengegner kritisiert er: „Das ist Totalablehnung und Angstmache – zum Beispiel vor steigendem Verkehr.“ Unzufrieden ist er auch mit der Wortwahl der Bürgerinitiative Lechsteg. Von „zubetonieren“ etwa könne keine Rede sein. Auch Gertrud Brandl-Beuth und Kreuzer wehren sich gegen den Vorwurf, die Brücke würde die Natur verschandeln. Vielmehr erschließe diese Verbindung erst die Natur beiderseits des Lechs. Dadurch verdoppele sich das Naherholungsgebiet, ergänzt Merunka. Es handle es sich doch „nur um eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke“, um mehr nicht. Die Frage „Welche Brückenvariante wäre ihnen lieber – die ursprüngliche oder die günstigere?“ lassen die Initiatoren der Bürgerinitiative übrigens offen. „Der Zugang ist entscheidend, egal wie“, meint Brandl-Beuth und verweist darauf, dass das Klösterl dann von den Besucherströmen entlastet werde. Die Parkplatzsituation befindet Merunka als kaum problematisch, schließlich müsste man zur Brücke nicht mit dem Auto hin. Und zu den Kosten – im günstigsten Fall unter einer Million – verweist Kreuzer auf die Haushaltsmittel, die bereits im Finanzplan eingestellt seien. Die Intitiative bekundet, ein überparteiliches Bündnis zu sein, unterstützen doch CSU und SPD an Infoständen und auch finanziell direkt – zum Beispiel bei der Entstehung des Flyers, der als Postwurfsendung verteilt wird. Weiterhin stehen auf der Befürworter-Seite der Verkehrs- und Verschönerungsverein sowie das städtische Fremdenverkehrsamt. Für den CSU-Fraktionsvorsitzenden Helmut Weber ist der Lechsteg ebenfalls eine Zukunftsinvestition, die einer Stadt wie Landsberg mit steigenden Einwohnerzahlen guttun wird. „Da müssen wir etwas bieten.“ Bürger, die ihre Stadt weiterentwickelt sehen wollen, müssten seiner Ansicht nach für eine Brücke stimmen. Im Naherholungsgebiet Wildpark und Zehnerwald sei die Brücke wichtig. Weber verweist dazu auf die Entscheidungen, die vor Jahren bei Abgabe der Frauenwaldflächen getroffen worden seien. So habe man als Ausgleich Naherholungsgebiete im Süden der Stadt ausbauen wollen. Weber hatte das Ratsbegehren für die günstigere Stegvariante in den Stadtrat eingebracht und damit den Bürgerentscheid 2 „Zugang zur Natur“ erwirkt. Was die Behindertenfreundlichkeit angeht, meint er, dass auch diese so gestaltet sein könne, dass der Lechsteg für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nutzbar ist.

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