Kaputte Wurzeln bei jedem Zweiten

Die Romenthaler Allee soll stufenweise „erneuert“ werden. Dass ist die Empfehlung des Dießener Bau- und Umweltausschusses. Der Grund: Der Altbestand an Birken und Nussbäumen sei größtenteils kaputt. Die Pflanzung neuer Bäume dürfte sich aber als schwierig erweisen, da mit dem neuen Gewerbegebiet, Regenrück- haltebecken und Wassergraben kaum noch Lebensraum für größere Bäume besteht. Naturschützer und Bürger möchten die Allee erhalten. Dass das Interesse an ihr groß ist, hat sich am Sonntag, bei einer Begehung gezeigt, zu der der Bund Naturschutz aufgerufen hatte und an der viele Dießener teilnahmen.

Der Dießener Gemeinderat hatte einst erklärt, den wesentlichen Charakter der Allee erhalten zu wollen. Daher entstand der Straßenanschluss des Gewerbegebietes von der Lachener Straße, entgegen ursprünglicher Planungen, nicht direkt über der Allee, sondern wurde versetzt. Einigen Bäumen wird diese Maßnahme nun wohl nicht mehr helfen. Bürgermeister Herbert Kirsch stellte dem Ausschuss zur Diskussion, die Allee innerhalb von drei Jahren stufenweise zu „erneuern“. Dabei machte der Sachverständige der Gemeinde Peter Kaun senior deutlich, dass jeder zweite der 60 Bäume Indizien aufweisen würde, die für eine kaputte Wurzel sprächen. Darüber hinaus gebe es für größere Bäume nicht ausreichend Platz. Gründe sind der neue Straßenanschluss, Abflussgräben, Rückhaltebecken und das bis an die Allee heranreichende Gewerbegebiet. „An manchen Stellen haben wir gerade mal einen Grünstreifen von nur einem Meter“, so Kaun. Von den noch vorhandenen Nuss-bäumen sollen laut Stellung-nahme des Bund Naturschutzes jedoch einige als „ökologische Zellen“ erhalten bleiben. Nach Auffassung des Experten Kaun solle die Allee nun stufenweise in drei Schritten wiederhergestellt werden. Dabei solle man zunächst die Nordseite bis zum Quergraben am oberen Ende der künftigen Gewerbebebauung vornehmen. Wenn die Bauarbeiten im Gewerbegebiet abgeschlossen sind, solle dann die Südseite folgen. Als letzten Schritt müsste dann noch der obere Teil neu bepflanzt werden. "Kein Kahlschlag" Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten diesen Überlegungen grundsätzlich zu. Bevor jedoch die Kettensäge angesetzt wird, wollen Bürgermeister Kirsch, Kaun und Jürgen Zirch (Waldreferent) sich vor Ort noch einmal ein Bild machen. Kirsch erklärte, dass es sich bei dem Vorhaben um keinen Kahlschlag handle. Vielmehr solle das wegkommen, was gefährdet ist. Eine Allee solle erhalten bleiben.

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