Nur einen kleinen Schein

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Nichts für den kleinen Geldbeutel…

Landsberg – Wer mehr bezahlen muss, der braucht mehr Geld – und lernt die Tücken der Kassenautomaten in den städtischen Tiefgaragen kennen. Und so ärgern viele Besucher in den Parkhäusern neben den erhöhten Gebühren auch die ihrer Meinung nach teilweise umständlichen Zahlungsmodalitäten.

Christof Lange, Kaufmännischer Vorstand der Stadtwerke Landsberg, sind die Probleme bekannt. Die Umstellung auf ein neues System ist derzeit offenbar nicht finanzierbar.

Was stört die Parker am meisten? Nachfolgend eine Auswahl der Reklamationen:

• Die Automaten nehmen generell maximal eine Banknote entgegen. Wer also 7 Euro mit zwei 5-Euro-Scheinen bezahlen will, hat Pech gehabt. Lange räumt ein, dass die Annahme von mehreren Banknoten „mit diesem System (PM 100) tatsächlich nicht möglich“ ist. Das neuere „PM Abacus“ hätte damit kein Problem; allerdings: „Eine Umrüstung der beiden Parkgaragen würde zwischen 150000 und 200000 Euro kosten.“ Diese Auskunft erhalten die teilweise verärgerten Parker auch vom Personal der Garagen, das sich regelmäßig die Beschwerden anhören muss.

• Einen 20-Euro-Schein nehmen die Automaten wiederum erst ab einer Parksumme von 7 Euro an, 50- oder 100-Euro-Noten werden (unabhängig von der Höhe der zu zahlenden Gebühr) überhaupt nicht akzeptiert. Auch das kann Lange erklären. „Da der Automat keine Scheine herausgibt, würden uns ständig die Münztuben leerlaufen.

Da wir nicht 24 Stun­den Personal vor Ort haben, wäre das ein Problem.“ Zudem müsste man dann ständig Bargeld im Tresor haben, das sei „aus Sicherheitsgründen nicht gewünscht.“ Da heißt es also, ausreichend Münzen mitzunehmen. Diese Erfahrung musste auch ein Besucher machen, der sein Auto für mehrere Tage in der Tiefgarage stehen ließ und nach Einschieben eines 20-Euro-Scheins weitere 29 Euro in Münzen berappen sollte – und das am Sonntag. Eine freundliche Dame mit gut gefülltem Bedienungsgeldbeutel rettete ihn schließlich.

• Ein ganz anderes Ärgernis sorgt aber derzeit bei denjenigen Autofahrern, die oberirdisch in der Altstadt parken wollen, für erheblichen Unmut: Wer zwischen 17.31 und 18 Uhr beispielsweise im Hinteranger einen Parkschein löst, muss (wegen der Mindestparkdauer von 30 Minuten) zwingend die Nachtgebühr (2 Euro) mit bezahlen und kommt damit auf eine Parkgebühr von 3 Euro – auch wenn er nur zehn Minuten für eine Besorgung braucht.

Christoph Kruse

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