Nummer größer

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Kauferings Feuerwehr soll in diesem Jahr ein neues Löschfahrzeug erhalten. 

Kaufering – Feuerwehrkommandant Markus Rietig und seine Feuerwehrleute können zufrieden sein. Kauferings Marktgemeinderat genehmigte den Kauf eines neuen Löschfahrzeuges vom Typ HLF 20. HLF steht für Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug. Zwar hatte der von der Marktgemeinde beauftragte Gutachter in seinem Feuerwehrbedarfsplan die Anschaffung des kleineren Modells HLF10 für ausreichend erachtet, doch die Preisunterschiede nach Abzug der Förderbeträge erwiesen sich nun als derart gering, dass der Marktgemeinderat am Ende dem Kauf des größeren Modell mit großer Mehrheit zustimmte.

Für Aufklärung, warum die Preisunterschiede nur noch marginal sind, hatte Ratsmitglied Hans-Jörg Pilz gesorgt. Wie sich herausstellte, stammte die Empfehlung des Gutachters aus dem Jahr 2015. Zum damaligen Zeitpunkt war die Förderung durch den Freistaat für das kleinere Modell viel höher. Inzwischen sei es umgekehrt und das größere Fahrzeug würde entsprechend höher gefördert. Bürgermeister Erich Püttner sagte, „vom gesunden Menschenverstand her ist es sinnvoller, das HLF 20 zu bestellen. Es hat für uns einen größeren Mehrwert“.

Kritik gab es von Gabriele Hunger, die nicht von der Empfehlung des Gutachters abweichen wollte. „Wir sollten etwas ‚Gscheids‘ kaufen, stellte Manfred Huber (Kauferinger Mitte) klar. Allein schon die Tatsache, dass der HLF 20 rund 1000 Liter mehr Löschwasser aufnehmen könne und durch die höhere Nutzlast auch andere Ausrüstungsgegenstände mitnehmen kann, spricht für das größere Fahrzeug. Huber verwies auch darauf, dass das kleinere Fahrzeug in Bayern ein Nischenprodukt sei. Standard sei das größere HLF 20.

Auch der Landkreis Landsberg gäbe die Empfehlung in seinen Bedarfsplänen für das HLF 20. Feuerwehrchef Markus Rietig ist von den Vorteilen des HLF 20 überzeugt. Alleine schon die viel höhere Pumpenleistung sei ein wichtiger Vorteil. Des Weiteren biete das HLF 20 eine Vollredundanz zum vorhandenen LF16. „Hätten wir nur das kleinere Fahrzeug HLF 10 in der Flotte, könnte dieses unser LF16 nicht ersetzen, wenn es einmal ausfallen sollte. Wir müssten uns dann ein Leihfahrzeug besorgen oder organisatorische Absprachen mit Nachbarfeuerwehren treffen“, betonte Rietig. Einige Fachfragen musste Rietig beantworten.

Für Hans-Jörg Pilz ist es wichtig, dass die Fahrzeugentscheidung keinen Einfluss auf die Entscheidung haben darf, ob das Feuerwehrgerätehaus nur saniert oder neu gebaut werden muss. Rietig konnte Pilz und die Marktgemeinderäte beruhigen. Das Fahrzeug passe auch in die jetzige Halle. Nach der Entscheidung des Marktgemeinderates für das HLF 20 kann nun die Ausschreibung in die Wege geleitet werden. Die im Marktgemeinderat genannten Preise beruhen auf einer Vorabanfrage bei verschiedenen Herstellern. Das HLF 20 würde nach Abzug der Förderung rund 200.000 Euro kosten. Allerdings steht die Entscheidung noch unter dem Vorbehalt eines gültigen Haushaltes.

Siegfried Spörer

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