Kein Geld: Randale im Jobcenter

Für Riesenaufregung hat ein 33-jähriger Mann aus Nigeria gesorgt. Im Jobcenter der Bundesagentur für Arbeit randalierte er am Mittwoch und Donnerstag derart, dass ihn die Polizei an beiden Tagen festnehmen musste. Der Mann stand unmittelbar vor seiner Ausweisung. Erneut fiel der Nigerianer am Freitag auf: In einer Bank in Landsberg hatte er Geld abgehoben und dabei ein Beil mitgeführt. Um Schlimmeres zu verhindern, nahm ihn die Polizei deshalb wiederum in Gewahrsam. Der 30-Jährige sollte dann dem Haftrichter vorgeführt werden.

Gegen 9.40 Uhr geriet der Nigerianer im Job-Center in der Kohlstattstraße derart in Rage, dass er Stühle herumwarf, die Angestellten beschimpfte und damit drohte, das Gebäude anzuzünden. „Der Grund dafür war, dass er kein Geld hatte und offensichtlich zu lange auf eine Auszahlung warten musste“, so Polizeisprecher Franz Kreuzer. Schließlich habe der Mann die Räume verlassen, griff sich im Freien einen Holzpflock gegriffen und damit die Verglasung der Eingangstüre zerschlagen. Nach dem Gewaltakt ergriff der 33-Jährige die Flucht, konnte aber kurze Zeit später in der Nikolaus-Mangold-Straße festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft Augsburg verzichtete auf einen Haftantrag, so dass der Mann im Laufe des Mittwochnachmittages wieder auf freiem Fuß war. Zuvor war ihm noch ein schriftliches Hausverbot für das Job-Center erteilt worden. Dies hinderte ihn aber nicht, tags darauf gegen 11 Uhr wieder in der Behörde zu erscheinen und erneut herumzutoben. Abermals klickten die Handschellen und abermals sah die Staatsanwaltschaft keinen Grund für eine Inhaftierung. Laut Kreuzer ist der Mann aus Nigeria bereits wegen „Ausländerrechtlicher Verstöße“ in Erscheinung getreten. Aus diesem Grund bestehe für den 25. Mai seitens des Landsberger Landratsamtes eine Ausreiseaufforderung zum Verlassen Deutschlands.

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