"Reset-Taste" drücken

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Das Ziel der Gemeinde ist weiterhin ein Bahnhof für die Bürger. Allerdings nicht als Genossenschaftsmodell sondern unter der Regie der Gemeinde.

Dießen – Einen genossenschaftlichen Bürgerbahnhof wird es in Dießen nicht geben. Bürger, die diese Betreibermodell an­geregt hatte, zogen kurz vor der jüngsten Gemeinderatssitzung ihren diesbezüglichen Antrag zurück. Daher entschied der Gemeinderat, den Bahnhof in eigener Regie auszubauen.

Auch für das zweite Genossenschaftsmodell das die VR-Bank vor Kurzem im Sitzungssaal vorgestellt hatte, fand sich im Gremium keine Unterstützung mehr. Roland Kratzer (Dießener Bürger) riet weiterhin zu bedachtem Vorgehen: „Im Moment brennt nichts.“ Die Gemeinde habe es zwar „im Kreuz“, die mit 450000 Euro im Haushalt veranschlagte Renovierung des Bahnhofsgebäudes zu stemmen. Allerdings gebe es auch Schätzungen, die bei 700000 Euro lägen und auch der laufende Unterhalt koste „richtig Geld“, während die Höhe der zukünftigen Mieteinnahmen bisher noch ungewiss sei.

Hannelore Baur (SPD) ging jedoch davon aus, dass man mit den Mieteinnahmen „über die Runden“ kommen werde. Sie persönlich könne auch „mit einer schwarzen Null“ leben. Michael Hofmann (Grüne) empfahl, die „Reset-Taste“ zu drücken. Schließlich habe die Gemeinde den Bahnhof gekauft, um dort einen Ort für die Bürger zu schaffen. Edgar Maginot (CSU) wies darauf hin, dass die Kommune der Dachsanierung der Mehrzweckhalle, die heuer mit 500000 Euro zu Buche schlagen wird, relativ unerschrocken entgegen blicke. Und auch den Ausbau der Gemeindehäuser an der Prälatenstraße habe die Gemeinde in eigener Regie geschafft. „Also packen wir´s an“, forderte Maginot.

Die weitere Vorgehensweise soll in Kürze im Finanzausschuss besprochen werden. Hier sei auch der Ort, so Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießener Bürger), um die von Erich Schöpflin (SPD) geforderte Rendite-Rechnung zu diskutieren. Allerdings, so der Bürgermeister, dürfe man den gemeindlichen Bürgerbahnhof nicht allein unter wirtschaftlichen Prämissen sehen.

Ursula Nagl

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