Keine Blumen an der Urne

„Wir haben den Wünschen der Bürger Rechnung getragen, die so bestattet werden möchten.“ Das betonte Bürgermeister Herbert Kirsch mit Blick auf die neu errichtete Urnenwand auf dem Friedhof im Ortsteil Riederau. Im Rahmen eines Ortstermins stellte er es am Freitag den lokalen Pressevertretern vor.

Nach den Dießenern können nun auch die Riederauer ihre letzte Ruhestätte in einer Urnenwand finden. Insgesamt 24 Urnenkammern wurden in einer sechs Meter breiten und rund zwei Meter hohen Mauer eingebracht. „Pro Kammer können fünf Urnen bestattet werden“, betonte Pfarrgemeindrat Johann Grünbauer. Die Mindestruhefrist beträgt dabei zehn Jahre, wobei die Urnengrabkam- mern gemietet werden können. Mit Blumen oder anderen Gegenständen dürfen die Urnengräber laut Friedhofssatzung nicht geschmückt werden. Lediglich bei der Gravur seien Verzierungen möglich. Auch beim Standort der Urnenmauer hat man nichts dem Zufall überlassen. „Zwischen zwei Bäume und einer angrenzenden Mauer passt sich diese Ruhestätte ins Gesamtbild des Friedhofes gut ein“, befand Landschaftsarchitekt Christoph Goslich. Die Grabkammern werden von rotbraunen, polierten Granitplatten verschlossen, auf die dann ein Steinmetz die Inschrift einmeißelt. Gesichert sind sie mit einem speziellen Schließmechanismus. Das Granitgestein kommt jedoch erst dann richtig zur Geltung, wenn die Sonne im Westen untergeht und alles in ein herrliches Licht taucht. Die Kosten für die Urnenmauer bezifferte Dießens Gemeindeoberhaupt auf rund 20000 Euro. Geplant sei, auch in Dettenschwang eine solche Ruhestätte zu errichten.

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