Keine Diven mehr im Team

Markus Happerger (links) soll im Angriff des TSV Landsberg in der anstehenden Landesliga Südwest-Saison für den nötigen Druck sorgen. Foto: Krivec

Wenn es am Samstag in die Punktrunde geht, dürfte der TSV Landsberg gegenüber der vergangenen Saison ein anderes Gesicht zeigen – und das nicht nur personell. Mit einer extrem verjüngten und hoffentlich hungrigen Mannschaft geht Spielertrainer Sven Kresin die Saison in der neu geschaffenen Fußball-Landesliga Südwest an. Zum Auftakt kommt Nördlingen in den Hacker-Sportpark, Anpfiff ist bei den ersten Heimspielen erst um 17 Uhr.

Kresin hofft, dass er „keine Diven mehr in der Mannschaft“ hat, „die Spieler sind besser geeicht.“ Spielerisch schmerzt der eine oder andere Abgang sicher, dafür hat man sich ehrgeizige Nachwuchsleute geholt. „Man kann nicht sagen, dass das besser oder schlechter ist“, meint der Trainer. „Die Erwartungshaltung ist mit so vielen neuen und jungen Spielern normalerweise nicht so hoch. Fest steht jedenfalls, dass wir uns in dieser Saison die Dinge härter erarbeiten müssen. Es ist eine andere Liga, die gilt es erst einmal anzunehmen.“ Sorgen macht er sich darüber im Moment aber nicht. „Alle 18 Mann in unserem Kader sind wirklich heiß darauf, in dieser Liga ihre Leistung abzurufen.“ Während man in der Abwehr beim TSV Landsberg noch einige Routiniers zur Verfügung hat, sind das Mittelfeld und der Sturm extrem verjüngt worden. „Ganz klar: Krötz und Salemovic werden eine tragende Rolle spielen müssen“, so Kresin. „Auch Nichelmann als neuer Kapitän muss da hineinwachsen.“ Bis jetzt klappte das nicht schlecht, sowohl mit dem Testspiel gegen Oberweikertshofen als auch mit der knappen Pokal-Niederlage gegen Schwabmünchen war der Trainer nicht un­- zufrieden, auch wenn er aus dem Vorjahr gewarnt ist. „Da haben wir in Gersthofen auch ein tolles Spiel gemacht und uns danach wieder sehr schwer getan; die Punktrunde ist einfach etwas ganz anderes.“ Den ersten Spielen misst Kresin große Bedeutung zu. „Wir haben mit Nördlingen gleich einen Geheimfavoriten. Am Mittwoch fahren wir nach Raisting, da heißt es schön hoch springen, danach kommt Thannhausen. Nach zehn Tagen kann man also schon einmal eine Aussage treffen, da weißt du, was Landesliga-Fußball heißt.“ Da man die neue Liga nicht so recht einschätzen kann, wäre man beim TSV deshalb „mit sieben Punkten aus diesen drei Spielen sehr zufrieden.“ Die Aufstellung lässt sich Kresin so früh noch nicht entlocken, auch im Tor hat er sich noch nicht festgelegt: „Ich muss mir das diese Woche noch anschauen, im Moment steht es zwischen Obermayer und Heiland pari.“ Der Kader des TSV Landsberg für die Saison 2012/13 in der Landesliga Südwest. Tor: Heiland (26 Jahre), Obermayer (32). Abwehr: Klein (22/Neuzugang aus Schongau), Breiter (19), Buschel (25), Hauke (30), Kresin (36), Nichelmann (23), Stahl (19/Kaufbeuren), Wochnik (30). Mittelfeld: Fülla (24/Peiting), Kessler (18/Kaufbeuren), Krötz (27), Nuscheler (22/Peiting), Sanktjohanser (21/Kaufe­- ring), Spreitzer (20). Angriff: Ayoglu (21/Türkspor Landsberg), Engel (22/Germaringen), Happerger (24), Salemovic (23), Steber (20), Strohhofer (25/derzeit verletzt). Abgänge: Bonfert (Memmingen), Nebihi (Darmstadt 98), Ünlü (Holzkirchen), Leszczynski (Fürstenfeldbruck).

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