Keine Pistole, kein Klo

Mit den Anregungen aus der jüngsten Bürgerversammlung hat sich der Gemeinderat vergangene Woche beschäftigt. Sie betrafen im wesentlichen nur zwei Themen: Spielzeugwaffen und Hundehaufen.

Ein Bürger hatte sich gewünscht, dass auf dem jährlich stattfindenden „Ulrichsmarkt“ keine Spielzeugpistolen verkauft werden sollten – dies angesichts des jüngsten Amoklaufs und auch wegen des kirchlichen Hintergrunds des Festes. Rein rechtlich gesehen sei der Ulrichsmarkt ein Jahrmarkt, auf dem definitionsgemäß Waren aller Art verkauft werden dürften, erläuterte Bürgermeister Josef Loy. „Insofern müsste die Marktfestsetzung beim Landkreis geändert werden, und man müsste extra Kriterien für das Warenangebot fest- legen.“ Alternativ schlug Ernst Schönberger vor, die Fieranten auf freiwilliger Basis anzusprechen. Eva Resch sah die Verantwortung in erster Linie bei den Eltern. „Wer gegen Spielzeugpistolen ist, soll sie seinen Kindern eben nicht erlauben.“ Die Räte einigten sich schließlich darauf eine Empfehlung an Fieranten und Eltern auszusprechen: Wegen der Verletzungsgefahr mit harter Munition solle man auf den Verkauf und den Erwerb von Spielzeugwaffen verzichten. Ein anderer Eresinger hatte sich über frei laufende Hunde und auch darüber beklagt, dass viele Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht beseitigen. Frei laufenden Vierbeiner könne man der Verwaltung melden, sie werde dann die Halter anschreiben, meinte Bürgermeister Josef Loy. Auch solle man die Hundebesitzer darauf hingewiesen, dass es bei der Gemeinde kostenlose Beutel für Hundekot gibt. Hundetoiletten auf den Straßen wird es aber nicht geben. Wer zu faul sei, die Hinterlassenschaft seines Vierbeiners vom Gehsteig zu entfernen, werde auch Hundekotstationen ignorieren, so die einhellige Meinung der Ratsmitglieder.

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