Kies und Steine für den Lech

Schaffen gemeinsam bessere Bedingungen für die heimischen Fische (von links): Heinrich Heiß (Untere Naturschutzbehörde), Thomas Schneider (Stadtwerke Landsberg), Peter Danner (E.ON), Jochen Schindele (Wasserwirtschaftsamt Weilheim), Johannes Schnell (Landesfischereiverband Bayern), Josef Wagner (Bezirksfischereiverein Landsberg) und Anton Cavegn vom Elektrizitätswerk Landsberg. Foto: LEW(Plössel)

Ein Bagger fährt förmlich im Lech umher und verteilt mächtige Steine sowie Kies: Seit vergangener Woche finden Wasserbauarbeiten am rechten Lechufer nahe der Mündung des Mühlbaches statt. Das Elektrizitätswerk Landsberg (EWL) schafft zusammen mit den Stadtwerken Landsberg bessere Bedingungen für die heimischen Fische.

Durch das Einbringen von Kies werden neue Laichplätze geschaffen und damit die ökologische Situation für heimische Fischarten im verbauten Lech verbessert. Finanziert wird die jüngste Maßnahme im Rahmen des Umweltprojekts „Kies für den Lech“ von den beiden örtlichen Energieversorgern – insgesamt 45000 Euro. Umgesetzt wird es von der Bayerischen Elektrizitätswerke GmbH (BEW), einem Tochterunternehmen der Lechwerke AG, das 35 Wasserkraftwerke in der Region Bayerisch-Schwaben betreibt. Laut LEW-Sprecher Richard Angerer werden im Unterwasser des Landsberger Wasserkraftwerks am Mühlbach etwa 1000 Kubikmeter grober Kies eingebracht. Damit entstehe ein Laichplatz für die flusstypischen und gefährdeten Fischarten Äsche, Huchen, Barbe und Nase. Der von Menschenhand geschaffene Laichplatz sei etwa 620 Quadratmeter groß. Angerer beim Ortstermin. „Das sind zusätzliche Möglichkeiten für die Reproduktion der Fische und damit die Arterhaltung.“ Die Maßnahme ist Bestandteil einer Gewässerstrukturverbesserung, die zusammen mit dem Landesfischereiverband Bayern und der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Landsberg durchgefuhrt wird. Die Beteiligten des Ökoprojektes erhoffen sich weitere Erkenntnisse, um eine „nachhaltige Entwicklung der Fisch­population in Gewässern mit Wasserkraftnutzung“ sicherzu­stellen. Vergleichbare Projekte zur Verbesserung von Gewässerstrukturen haben LEW und BEW laut Angerer in den vergangenen Jahren an anderen Flussstrecken im Lech sowie an Günz, Wertach und Iller umgesetzt. Die Arbeiten im Lech unterstrom der Sandauer Brücke enden voraussichtlich am 2. Dezember. Die „Kies für den Lech“-Partner verpflichten sich, die Kieslaichplätze auf Dauer zu erhalten. So werde nach einem Hochwasser die Funktionsfähigkeit der Kiesbank überprüft und wenn nötig durch eine neue Zugabe von Kies wieder hergestellt.

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