Größen und Geheimtipps

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Das "Glas Blas Sing Quintett" kommt mit ihrem Programm "Männer, Flaschen, Sensationen" im Januar ins Stadttheater.

Landsberg – Mit einer Reihe Hochkaräter der deutschsprachigen Kabarettszene und Geheimtipps, bei denen man sich fragt, warum sie eigentlich geheim sind, wartet die Landsberger Kleinkunstbüh- ne „s’Maximilianeum“ in der kommenden Spielzeit 2014/ 2015 auf. Zu den Glanzlichtern der Saison gehören sicherlich die Kabarett-Größen Jochen Malmsheimer und Christian Springer sowie der mehrmalige Poetry-Slam-Champ Sebastian Krämer.

Fest etabliert als Starttermin der jeweiligen Saison hat sich der 3. Oktober. Los geht es in der anstehenden Spielzeit mit einem echten Kracher: Christian Springer kommt mit seinem aktuellen Programm „Oben ohne“ ins Landsberger Stadttheater. Dabei bezieht sich der Programmtitel auch auf den Umstand, dass Springer die Dienstbotenmütze seines ewig grantelnden alter Egos „Fonsi“ abgenommen hat. Hervor gekommen ist unter der Mütze des lustigen Dienstmanns ein kluger Denker und spitzzüngiger Kabarettist, der sich binnen kürzester Zeit in der ersten Garde deutschsprachiger Kabarettisten etabliert hat. 

„Dass ein Mann wie Springer, der im Handumdrehen große Säle füllt, in unser kleines Theater nach Landsberg kommt, spricht für die Qualität unserer Bühne und den guten Draht unserer Programm-Macher Armin Federl und Uwe-Michael Gassner in die Kleinkunstszene“, so Rolf J. Lang, Chef der Kleinkunstbühne. Beide Faktoren dürften auch ausschlaggebend gewesen sein, dass mit Jochen Malmsheimer ein weiteres Schwergewicht der Szene in dieser Spielzeit in Landsberg zu erleben ist. Mag sein, dass der Ex-Hausmeister der ZDF-Anstalt – Zitat von seiner Homepage – „für einen Balletabend zu wenig Bewegung auf die Bühne bringt“, aber durch seinem Wortfuror, seine tiefgründigen wie aberwitzigen Nummern, bringt er mit dem aktuellen Programm „Wenn Worte reden könnten“ gewiss reichlich Bewegung ins Gehirn. „Da haben wir einen dicken Fisch an Land gezogen“, meint Armin Federl dazu. 

Um die bekanntesten Namen Malmsheimer und Springer sowie Sebastian Krämer, der für seine feine Wortakrobatik gleich mehrfach zum deutschen Poetry-Slam-Champ gekürt wurde, setzt das „s´Maximilianeum“ wieder auf eine bewährte Mischung aus klassischem Kabarett, Volksmusik in moderner Einfärbung und Comedy, dargeboten von in der Region bekannten Größen, hoffnungsvollem Nachwuchs und sogenannten Geheimtipps, bei denen man sich fragt, warum sie eigentlich geheim sind. Sowohl in die Kategorie „Geheimtipp“ wie „Regional“ fällt der aus Walleshausen kommende Dichter und Kabarettist Sepp Raith. 

Zumindest in dieser Region noch nicht so bekannt ist Frank Grischek, der wie kaum ein Zweiter als schlecht gelaunter Akkordeonist für Bombenstimmung sorgen kann. Eine echte Newcomerin auf den Bühnen der Region ist die österreichische Schauspielerin und Kabarettistin Nina Hartmann, die in ihrem Programm den Modellwahn auf die Schippe nimmt. Dabei weiß Hartmann, wovon sie spricht: Die wohl attraktivste Kabarettistin der Gegenwart war selbst auf dem Weg zur Modell-Karriere und liefert nun quasi den ironisch-satirischen Inside-Report zur Hunger-Haken-Branche. Ebenfalls aus Österreich kommt mit „Faltenradio“ ein auch international umjubeltes Volksmusik-Quartett, das sich aus exzellenten Musikern zusammensetzt. 

So ist Michael Schorn Soloklarinettist bei den Wiener Philharmonikern. In die Kategorie umjubelt fällt auch das „GlasBlasSing Quintett“. Nach dem grandiosen Auftritt vor zwei Jahren, sind die Berliner im Januar wieder Gast im Theater. Für die regionale Komponente im Programm sorgt das traditionelle Weihnachtsbrettl mit Traudi Siferlinger unterstützt vom Quintett Saiten- tanz und zum Abschluss der Saison nach langer Zeit mal wieder ein A-Capella-Konzert mit der Augsburger Formation „VoiceNet“. 

„Wir hoffen, dass das attraktive Programm mehr als nur ein Ausgleich ist für den höheren Eintrittspreis“, sagt Lang, denn: Nach langen Jahren der Preisstabilität klettert der Eintrittspreis um zwei Euro von 15 auf 17 Euro, der Preis für die ermäßigten Karten von 12 auf 13 Euro. Die Erhöhung wurde zum einen durch die Teuerung der Saalmiete für das Stadttheater notwendig, zum anderen auch dadurch, dass die Preise in Landsberg so deutlich unter denen vergleichbarer Veranstaltungen in der Region lagen, dass die Künstler teils in „Erklärungsnot“ kamen, wodurch sich die Unterschiede begründen. Mit dem neuen Eintrittspreis liegt die Kleinkunstbühne Landsberg aber immer noch am unteren Ende der Skala: „Unser Bestreben ist es weiterhin, Kleinkunst auf hohem Niveau zu Preisen anzubieten, die sich jeder leisten kann“, betont Lang. Weitere Informationen unter www.kleinkunstbuehne-landsberg.de.

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